Nancy Pelosi geht mit Schal von Sklavenhändlern behangen gegen Rassismus auf die Knie

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Nancy Pelosi geht mit Schal von Sklavenhändlern behangen gegen Rassismus auf die Knie
Datum: 15.06.2020 - 12:27 Uhr

Derzeit übertreffen sich ja viele Politiker, Künstler, Sportler und andere Personengruppen darin, ein angebliches Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Dass diese Zeichen im wahrsten Sinne des Wortes einfarbig ausgerichtet sind, interessiert jene Leute nicht. »Black lives matter« - alles andere zählt nicht. Und wer etwas auf sich hält, der trägt selbstverständlich auch ein Kleidungsstück, dass die Verbundenheit mit den Unterdrückten, mit denen dem Rassismus ausgesetzten Volksgruppen zeigt. »Kente« ist der Überbegriff für diese Art der Kleidung, wie sie noch im heutigen Ghana weite Verbreitung findet.

Nancy Pelosi und die US-Demokraten gingen medienwirksam mit einem Kente-Schal auf die Knie, um ihr ganz persönliches Zeichen gegen den Rassismus zu setzen. Blöd nur, dass sie sich ausgerechnet einen Schal der Aschanti umlegten. Denn die Aschanti, die heute noch in Ghana leben, hatten im späten 17. Jahrhundert ein großes, sehr wohlhabendes Königreich errichtet, das bis etwa 1900 Bestand hatte.

Der Reichtum und die Macht der Aschanti basierte auf zwei Stützen. Zum einen war es der Goldreichtum der Region, zum anderen betrieben die Aschanti einen sehr florierenden Sklavenhandel. Dabei unterwarfen sie militärisch andere Völker der Region oder entführten schlicht und ergreifend Menschen, die in den umliegenden Staaten lebten, und verkauften sie an Europäer. Erst im Jahr 1900 unterlagen die Aschanti nach vielen blutigen Schlachten den Briten, die daraufhin dem Sklavenhandel der Aschanti endgültig einen Riegel vorschoben.

Noch ein Schmankerl am Rande: Kofi Annan, ehemaliger UN-Generalsekretär, gehörte dem Volk der Aschanti an.

Sven von Storch

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