Multireligiöse Kita wird in Gifhorn eröffnet
Multireligiöse Kita wird in Gifhorn eröffnet
Datum: 24.07.2018 - 09:42 Uhr
Auf Anstoß der Gemeinde der muslimischen Ditib-Moschee in Gifhorn setzten sich deren Vertreter mit den Vertretern der katholischen St. Altfrid-Gemeinde und der evangelischen Dachstiftung Diakonie zusammen und arbeiteten eine Kooperationsvereinbarung zum Betrieb einer gemeinsamen Kindertagesstätte (Kita) aus. 15 Plätze soll diese interreligiöse Kita haben, Zielsetzung sei unter anderem das gleichberechtigte Nebeneinander des Christentums und des Islam. Theoretisch.
Faktisch jedoch, so zeigt es der Bericht der »Welt«, wird schon beim Essen der Islam propagiert. Denn die Verpflegung, darauf legen die Macher dieser Idee großen Wert, wird halalverifiziert sein, also auch den Speisevorschriften des Islam folgen. Hinweise darauf, dass spezielle christliche Aspekte bei der Essensauswahl berücksichtigt werden, finden sich in dem Bericht nicht.
Die Kita trägt den Namen »Abrahams Kinder« und soll christlichen, muslimischen und konfessionslosen Kindern offen stehen. Bei einem solchen Namen drägt sich der Gedanke an das Judentum geradezu auf. Allerdings gibt es in Gifhorn keine jüdische Gemeinde, die man an dem Projekt hätte teilhaben lassen können. Man habe einen Ort geschaffen, so die Sprecherin des Projektes, an dem die Kleinen aus unterschiedlichen religiösen Herkunftsfamilien ihre eigene und andere Religionen kennen und verstehen lernen können. Letztlich unterliege die Ausgestaltung des täglichen Programms für die Kinder aber wie in jeder anderen Kita auch den Erziehern.
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