Mr Bean hat die Nase von politischer Korrektheit und Zensur gestrichen voll
Mr Bean hat die Nase von politischer Korrektheit und Zensur gestrichen voll
Datum: 24.06.2022 - 11:23 Uhr
»In einer wirklich freien Gesellschaft sollte es dir erlaubt sein, über fast alles Witze zu machen.« Das sagt Rowan Atkinson in einem Interview mit der Irish Times. Comedy solle anstößig sein oder zumindest »das Potenzial haben«, anstößig zu sein, sagt der heute 67-jährige Komiker, der derzeit bei der Netflix-Serie »Man vs Bee« mitspielt.
»Ich denke, die Machthaber dieser Welt müssen sehr, sehr vorsichtig sein, wenn sie diktieren, worüber Witze gemacht werden dürfen und worüber nicht«, sagt er. Das gelte selbstverständlich auch für die Programmgestalter, die Drehbuchautoren und letztlich für die Schauspieler und Darsteller selbst. Doch Comedy sollte nicht nur »nach oben« ausgerichtet sein.
»Was ist, wenn es sich um eine extrem selbstgefällige, arrogante und aggressive Person handelt, die zufällig einer unteren Gesellschaftsschicht angehört? Sie sitzen nicht alle im Parlament oder in Königsschlössern«, sagt er.
Die Aussagen Atkinsons sind aus dem Grund besonders bemerkenswert, da er schon zum Ende des zwanzigsten Jahrhundert sich massiv gegen Zensur und Einmischung der Regierenden einsetzte. Er gehörte zu denen, die sich dafür einsetzten, ein in Großbritannien geltendes Gesetz abzuschaffen, gemäß dem Kritik auf dem Bereich der Religion verboten ist. Im Sommer 2020 unterzeichnete er eine Petition gegen ein vorgeschlagenes neues Gesetz wegen angeblicher »Hassrede« in Schottland.
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