Motorradfahrer setzen klares Zeichen gegen politische Verbieteritis
Motorradfahrer setzen klares Zeichen gegen politische Verbieteritis
Datum: 06.07.2020 - 11:28 Uhr
Derzeit spukt eine Initiative des Bundesrats durchs Land, initiiert von der Verbotspartei der Grünen, an deren Ende ein Fahrverbot für Motorräder an Sonn- und Feiertagen droht. Dagegen machen die Motorradfreunde, kurz Biker, seit Wochen mobil und haben sich am vergangenen Samstag zu einer Sternfahrt in München getroffen. Die Demonstration mit rund 8.000 Teilnehmern war ordnungsgemäß angemeldet, das Kreisverwaltungsreferat der Stadt München hatte am Freitag die Veranstaltung kurzfristig abgesagt. Dei Biker aber focht die späte Entscheidung der Stadt nicht an, sie erschienen mit tausenden Motorrädern und legten den Straßenverkehr der Stadt einfach einmal lahm.
Es waren nicht nur imposante Bilder, die sich am vergangenen Samstag zeigten, es war auch ein Erlebnis für die Ohren, als Medienberichten zu folge sich bis zu 10.000 Biker in München versammelten, um ihren Protest gegen die Verbotsinitiative auszudrücken. Der Mittlere Ring der Stadt war gesäumt von Motorrädern jeder Hubraumklasse, jedes Baujahrs und jeder Leistungsstärke. Ganz langsam blubberten die Maschinen über die Straße, hielten hier und da auch einmal an und machten so das Durchkommen unmöglich.
Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatte zwar am Freitag durch das ihm nachgeordnete Referat eine Absage der Veranstaltung verkünden lassen und Polizeikräfte vor Ort befohlen, doch die waren gegen eine derartige Präsenz von zivilem Ungehorsam vollkommen machtlos.
Für den 12. September 2020 ist in Berlin eine große Biker-Demo unter dem Motto »Freedom is our Religion« (Freiheit ist unsere Religion) angekündigt.
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