Mord an Maria L. kein Einzelfall

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Mord an Maria L. kein Einzelfall
Datum: 06.12.2016 - 07:33 Uhr

Die Redaktion der Hauptnachrichtensendung des vom Bürger per Zwang eingetriebenen GEZ-Geldes finanzierten Senders ARD hat sich bezüglich der Verweigerung in der Berichterstattung über den Mord an Maria L. und dem Hintergrund des Täters ordentlich in die Nesseln gesetzt. Der Versuch, dieses Schweigen mit dem Schutz des jugendlichen Täters zu begründen und auf einen angeblichen lediglich regionalen Bezug zu reduzieren, sorgte in den sozialen Netzwerken für einen Sturm der Entrüstung. Grundtenor: die »Qualität« der Berichterstattung in diesem Fall unterstützt die Forderung nach Abschaffung der GEZ.

Einige Politiker der Altparteien (Gabriel, Klöckner, Steinmeier und noch einige mehr) versuchten, die Tat zu relativieren und den Bürgern des Landes als Einzelfall unterzujubeln. Woher diese Politiker ihr Nichtwissen beziehen, bleibt deren Geheimnis. Es ist auch unerheblich, denn der Mord an Maria L. ist alles andere als ein Einzelfall.

Die deutsche Presseagentur »dpa« hat vor vielen Jahren unter presseportal.de eine Plattform für Pressemeldungen und Pressemitteilungen eingerichtet. Dort findet sich der Menüpunkt »Blaulicht«, unter dem die Polizeimeldungen aus dem gesamten Bundesgebiet erfasst und publiziert werden. Dazu gehören alltägliche Meldungen über Straßensperren oder auch die Suche nach Zeugen von Verkehrsunfällen; dazu gehören aber auch Meldungen über von Migranten, »Flüchtlingen« und Asylbewerbern begangene Straftaten.

Die Facebookgruppe »XY-Einzelfall« hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese im Presseportal veröffentlichten Meldungen in einer Datenbank zu sammeln und die Daten mit einer interaktiven Karte optisch zu projizieren. Hinzu kommen ein paar Meldungen aus Österreich und der Schweiz. Aus diesen gesammelten Daten und der Projektion geht klar, deutlich und unmissverständlich hervor, dass in diesem Kalenderjahr 195(!) Meldungen über durch den oben beschriebenen Personenkreis begangenen Vergewaltigungen erfasst wurden. Hinzu kommen weitere 300 Meldungen über von dem identischen Personenkreis begangene Tötungsdelikte.

Die Ausrede des »bedauerlichen Einzelfalls« wird ganz klar widerlegt. Wer dies als Begründung anführt verschließt entweder bewusst die Augen vor der Realität oder will dem Bürger eine Parallelwahrheit verkaufen. Dieses Phänomen findet sich bei Politikern aller Altparteien. Im Hinblick auf eine Zukunft frei von einer derartigen Häufung solcher Taten sollte man sich dessen bewusst sein. 

Sven von Storch

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