Minister der Emirate mahnt mehr Moscheenkontrollen in Deutschland an
Minister der Emirate mahnt mehr Moscheenkontrollen in Deutschland an
Datum: 14.11.2017 - 09:41 Uhr
Scheich Nahjan bin Mubarak Al Nahjan ist Toleranzminister der Vereinigten Arabischen Emirate. Einer Presseagentur gegenüber sprach er jetzt hinsichtlich der Versäumnisse der deutschen und europäischen Behörden und Regierungen im Umgang mit dem Islam Klartext. Man könne nicht einfach hingehen und quasi jedem erlauben, eine Moschee zu eröffnen, dorthin zu gehen und zu predigen, so wie es in Deutschland, Belgien und Frankreich geschehen ist. Für den Betrieb einer Moschee muss es eine Lizenz geben, so der Minister.
Die Radikalisierung, die letztlich zu den islamisch motivierten Terroranschlägen geführt hat, sei nur möglich gewesen, weil die Gotteshäuser und Gemeindezentren nicht stark genug von den Behörden kontrolliert würden. Sein Land habe oft und immer wieder Hilfe angeboten, habe immer wieder angeboten, Menschen auszubilden. Doch bis heute sei aus keinem europäischen Staat eine entsprechende Anfrage an die Emirate herangetragen worden.
Scheich Najan ist überzeugt, dass in Europa eine grundlegende Abkehr von der jetzigen Vorgehensweise erfolgen muss. Man dürfe »diesen Leuten« nicht einfach erlauben, im Hinterhof oder einer Garage eine Moschee zu eröffnen. Es bedürfe nicht nur einer Lizenzierung der Räumlichkeiten, sondern auch einer Prüfung der »religiösen Führer« und nicht dem jetzigen Wildwuchs. Schließlich könne, so Najan, niemand in Europa einfach irgendwo hingehen und dort nach Gutdünken eine Kirche errichten und predigen. Diesen Maßstab sollten die Behörden und Regierungen auch bei Moscheen anlegen.
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