Migranten erpressen mit Messern Anlandung auf Malta
Migranten erpressen mit Messern Anlandung auf Malta
Datum: 10.06.2020 - 10:15 Uhr
Seit geraumer Zeit lagen mehrere gecharterte Fähren vor der Küste Maltas. Die maltesischen Behörden hatten auf ihnen im Mittelmeer aufgenommene »Schiffbrüchige« untergebracht, da wegen des Corona-Virus die Insel für »Flüchtlinge« und Asylanten geschlossen war. Jetzt eskalierte die Lage an Bord der Schiffe, die Migranten bewaffneten sich mit Messern, brachten die Besatzung auf dem Schiff »Europa II« in ihre Gewalt und drohten mit einer Gasexplosion. Die maltesischen Behörden beugten sich jetzt der Erpressung und ließen 425 Migranten an Land, denen auf diese Art und Weise das gewaltsame Eindringen in die EU gelungen ist.
Der maltesische Premierminister Albela habe mit seinem Kabinett beraten, einen Militäreinsatz aber mit Blick auf mögliche Opfer verworfen, heißt es in Medienberichten. Die Rettung der Schiffsbesatzungen standen im Fokus seiner Entscheidung, begründete Albela den Verzicht.
Derzeit befinden sich die Erpresser und Gewalttäter noch auf Malta, Bundesinnenminister Seehofer (CSU) hat aber bereits erklärt, dass Deutschland einen Teil der Straftäter aufnehmen werde. Er wolle sich noch nicht auf eine genaue Zahl festlegen, sagte Seehofer. Doch in seinen Ausführungen spricht er genau von diesen 425 Migranten, die sich gewaltsam den Zugang in die EU verschafften.
Seine Zusage betrifft zudem Migranten der Rettungsschiffe »Alan Kurdi« und »Aita Mari«. Beide waren Anfang Mai von italienischen Behörden festgesetzt worden, heißt es ergänzend in einem Bericht der Welt.
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