Merz fällt im ersten Kanzlerwahlgang durch
Merz fällt im ersten Kanzlerwahlgang durch
Datum: 06.05.2025 - 10:05 Uhr
Der erste Versuch von Merz zum Kanzler gewählt zu werden, war ein krachender Schlag ins Wasser. Trotz seiner diversen Klimmzüge mit etlichen (kostenintensiven) Versprechen an Hinz und Kunz, damit er seine persönlichen Ziele erreichen kann, scheiterte sein Versuch, die Macht an sich zu reißen, grandios. 630 Parlamentarier gibt es im aktuellen Bundestag, 316 Stimmen braucht es, um zum Kanzler gewählt zu werden. Doch Merz erhielt heute im ersten Wahlgang lediglich 310 der abgegebenen Stimmen. Das sind schlicht und ergreifend zu wenig, um sich zum Kanzler küren zu lassen.
Nach der Verkündung des Ergebnisses im Bundestag durch Bundestagspräsidentin Klöckner gab es bei den Mitgliedern der Black-Rot-Koalition mächtig lange Gesichter. Dem einen oder anderen Koalitionär sind, flapsig ausgedrückt, die Gesichtszüge komplett entgleist. Der Sauerland-Fritze jedenfalls ist mit erstarrter Miene kommentarlos aus dem Plenarsaal gestürmt.
Denn an einer fetten Kröte wird Merz schwer zu kauen und noch schwerer zu schlucken haben: es gab 307 Nein-Stimmen. Und das, obwohl die Opposition über lediglich 302 Stimmen im Bundestag verfügt. Soll heißen: mindestens fünf Mitglieder der Black-Rot-Koalition haben gegen Merz gestimmt. Das ist mehr als nur eine Ohrfeige; das ist ein massiver Tritt mit einem Kampfstiefel in die Weichteile.
Die neue Regierungskoalition, die es eben noch nicht ist, befindet sich somit noch vor Amtsantritt bereits das erste Mal im Krisenmodus. Jetzt wird in den linientreuen Medien wild spekuliert, was als nächstes passiert.
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