Merkel will Aufstockung von EU-Geld für die Türkei
Merkel will Aufstockung von EU-Geld für die Türkei
Datum: 18.03.2020 - 09:42 Uhr
Seit Wochen und Monaten erpresst der türkische Alleinherrscher die EU mit immer der identischen Leier. Entweder, er bekommt mehr Geld aus der EU - offiziell, um die sich in der Türkei aufhaltenden »Flüchtlinge« zu versorgen, tatsächlich aber, um den schwer angeschlagenen türkischen Staatshaushalt zu stützen - oder aber, er setzt jene Menschen in Richtung EU in Bewegung. Weil seine bisherigen Ultimaten samt und sonders so gut wie ohne Wirkung blieben, hatte er offiziell die türkischen Grenzen zu den beiden EU-Staaten Griechenland und Bulgarien geöffnet. Beide Länder haben ihrerseits aber die Grenze zur Türkei geschlossen und seitdem sammeln sich in den Grenzgebieten immer mehr Menschen, die unbedingt in die EU und vor allem nach »Germoney« gelangen wollen.
Die Covid19-Krise macht dem Ansinnen Erdogans einen Strich durch die Rechnung. Keine einzige Regierung eines EU-Staates wird derzeit »Flüchtlinge« ins eigene Land einfliegen. Das Risiko, einen weiteren Krankheitsüberträger einzufliegen, ist gegenwärtig viel zu hoch. Zudem dürfte es den politischen Verantwortungsträgern auch extrem schwer fallen, wie sie Reiseverbote der eigenen Staatsbürger begründen, wenn sie zeitgleich Mensche aus fernen Länder per Luftexpress ins Land holen.
Damit ihr Spezi Erdogan dennoch Geld aus dem EU-Topf bekommt, hat sich Merkel jetzt in einer Telefonkonferenz mit Paris und London für den türkischen Alleinherrscher stark gemacht. Sie selbst sei bereit, die EU-Mittel aufzustocken. Das ist leicht für Merkel - es ist ja auch nicht ihr eigenes Geld.
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