Merkel-Regierung will Auslandseinsatz der Tornados verlängern
Merkel-Regierung will Auslandseinsatz der Tornados verlängern
Datum: 17.09.2019 - 09:54 Uhr
Seit dem 04. November 2015 kreisen Tornados der deutschen Luftwaffe über Syrien und dem Irak. Zunächst war der Einsatz bis zum 31. Dezember 2017 begrenzt, wurde dann aber bereits mehrfach verlängert und soll nun nach Willen der Merkel-Regierung wieder verlängert werden. Mögliches Ende: 31. März 2020. Ursprünglich wurden für den Einsatz der Tornados 114,5 Millionen Euro bereit gestellt, woraus schnell 134 Millionen Euro wurden. Aktuell gibt es keine klaren Aussagen der Merkel-Regierung zu den Kosten des Einsatzes.
Noch im Oktober des letzten Jahres hatten Merkel und Konsorten groß angekündigt, dass der Einsatz über Syrien und dem Irak mit Ablauf des 31. Oktober 2019 enden solle. Man hatte sich selbst auf die Schulter geklopft und beweihräuchert, dass man die Aufgabe erfüllt habe und seinen Teil bei der Bekämpfung und Niederschlagung des Terrornetzwerkes IS geleistet habe.
Nun stellt sich aber heraus, dass man sich wohl zu früh gefreut und zu hoch gelobt hat. Denn ohne den IS fehlt der Merkel-Regierung plötzlich die Begründung, weitere »Flüchtlinge« aufnehmen zu können: wo kein Krieg, da keine Kriegsflüchtlinge. Also muss die Notwendigkeit des Tornado-Einsatzes verlängert werden - auch wenn der IS in Syrien quasi nicht mehr existent ist.
Lediglich rund um Idlib wird derzeit noch gekämpft. In der 160.000-Einwohner-Stadt haben sich diverse militärische Gruppen verschanzt, darunter auch der Al-Qaida nahestehende Kämpfer. Am 31. August griffen US-Streitkräfte ein Trainingslager dieser Gruppen mit Raketen und zerstörten das Lager.
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