Merkel-Regierung macht zehn Milliarden für Lufthansa locker
Merkel-Regierung macht zehn Milliarden für Lufthansa locker
Datum: 27.04.2020 - 10:16 Uhr
Die Merkel-Regierung wird aus dem Steuertopf zehn Milliarden Euro nehmen, um sie in die angeschlagene Deutsche Lufthansa zu pumpen. Die Fluggesellschaft musste schon ihr Portfolio ausdünnen - die Tochter Germanwings wird komplett eingestampft- sowie zahlreiche Flugzeuge stilllegen. Darunter waren auch einige für die Langstrecke vorgesehene respektive dort eingesetzte Großraumflugzeuge.
Anders als vor wenigen Jahren bei der Pleite der Air Berlin, als sich die Bundesregierung unter Berufung auf die Selbstreinigungskräfte des Marktes berief und sich bezüglich staatlicher Hilfen extrem zurückhielt, greifen Merkel und Co. aktuell mit beiden Händen tief in die Staatsschatulle und zeigen sich großzügig bei der Verwendung mit dem vom Bürger eingebrachten Geld. Über einen warmen Geldregen in Höhe von gleich zehn Milliarden Euro darf man sich bei der Fluggesellschaft mit dem Kranich freuen.
Unklar ist lediglich, in welcher Form der Bund an der Lufthansa beteiligt wird. Der Union würde eine stille Beteiligung ausreichen. Der Bund wäre dann zwar Teilhaber der Gesellschaft, hätte aber nichts zu melden. Die Anteile würden entweder fest verzinst werden oder aber als anteilige Dividende aus den kommenden Gewinnen ausgeschüttet werden. Der SPD reicht das nicht. Sie knüpft ein Mitspracherecht als Bedingung an die Geldgabe, wie ihr Fraktionschef vermelden ließ.
Die Lage für die Lufthansa ist prekär. Ihr Chef Spohr kündigte eine weitere Verkleinerung der Flotte an, mit der dann ein rechnerischer Überhang von rund 10.000 Mitarbeitern entstehen wird. Das entspricht knappp einem Drittel des gesamten Personalbestands.
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