Merkel-Regierung hebt Reisewarnung für Teile der Türkei auf
Merkel-Regierung hebt Reisewarnung für Teile der Türkei auf
Datum: 05.08.2020 - 11:49 Uhr
Für vier Regionen der Türkei hat das Auswärtige Amt von Heiko Maas (SPD) höchstoffiziell die Reisewarnung aufgehoben. Der türkische Alleinherrscher Erdogan hat diesen Schritt schon seit Wochen von der Merkel-Regierung gefordert und immer wieder damit gedroht, dass er im Verweigerungsfall die Grenzen seines Landes für die in der Türkei zurückgehaltenen »Flüchtlinge« in Richtung EU öffnen werde. Jetzt ist die Merkel-Regierung vor dem Despoten - wieder einmal - auf die Knie gegangen.
Erdogan braucht das Geld der Touristen, vor allem der deutschen Touristen. Seine Wirtschaftspolitik hat das Land an den Rand eines Staatsbrankrotts gebracht. Die türkische Lira ist seit Jahren in Richtung Keller unterwegs. Ein US-Dollar kostet mehr als 7 türkische Lira, für einen Eruo müssen in der Türkei sogar weit über acht türkische Lira berappt werden.
Auch durch seine innenpolitischen Säuberungskationen gegen Kritiker, Journalisten, Richter und Oppositionelle hat sich Erdogan ins Abseits geschossen. Massenhaft sind Berichte über Menschenrechtsverletzungen durch sein Regime publik geworden. Außenpolitisch zündelt der Möchtegern-Sultan, der laut von der Wiederherstellung einer Großtürkei träumt, an verschiedenen Stellen gleichzeitig. Der von ihm befehligte Einmarsch türkischer Bodentruppen in den Norden Syriens wird als Verstoß gegen das Völkerrecht bezeichnet, seine Expansionsversuche im Mittelmeer in griechische und zypriotische Seegebiete stoßen bei den NATO-Partnern auf wenig Verständnis.
Aber Erdogan ficht das nicht an. Er ist von sich und seinen Entscheidungen dermaßen überzeugt, dass er unbeirrt auf seiner Linie bleibt. Und da es ja immer noch seine beste Verbündete Angela Merkel gibt, die immer wieder vor ihm einknickt, weiß er, dass es für ihn weiterhin eine Geldquelle gibt, die er anzapfen kann.
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