Merkel-Mann begrüßt euphorisch aus der Haft entlassenen Doppelmörder
Merkel-Mann begrüßt euphorisch aus der Haft entlassenen Doppelmörder
Datum: 20.12.2019 - 10:00 Uhr
Wer im US-Bundesstaat Virginia einen Mord verübt, dem droht die Todesstrafe. Das mag für viele Menschen hierzulande etwas irritierend wirken, aber die Festlegung der Bestrafung obliegt den einzelnen Bundesstaaten der USA. Selbst US-Präsident Donald Trump hat darauf keinen Einfluss. Daher hatte Jens Söring, der von einem Gericht als schuldig gesprochen wurde, im März 1985 die Eltern seiner damaligen Freundin ermordet zu haben, ein gutes Stück Glück gehabt. Weil Söring den Doppelmord gestand, zeigte sich das Gericht entgegenkommend und verurteilte ihn zu zwei Mal lebenslanger Freiheitsstrafe.
Später in Haft widerrief Söring sein Geständnis, umfangreiche Untersuchungen wurden vorgenommen, um den Tathergang zu rekonstruieren. In einem 454-seitigen Bericht wurde die Schuld Sörings eindeutig festgestellt, die Haftstrafe bleib aufrecht erhalten. Jetzt, nach fast 34 Jahren in Haft, wurde Söring von den USA aus der Haft entlassen. Er stelle, so die Begründung des Bewährungsausschusses, keine Gefahr mehr für die Öffentlichkeit dar. Fakt ist aber auch, dass viele Bundesstaaten in der Vorweihnachtszeit recht großzügig mit der Umwandlung langer Strafen in Bewährungsstafen sind. Außerdem kosten Gefängnisinsassen jede Menge Geld. Da macht sich die eine oder andere Entlassung positiv in der Bilanz bemerkbar.
Jener verurteilte Doppelmörder Söring kehrt also nach Deutschland zurück und wird am Frankfurter Flughafen euphorisch von Peter Beyer, Bundestagsabgeordneter der CDU und somit ein Gefolgsmann Merkels, empfangen. Ein Verbrecher, der für sein im Ausland begangenes Verbrechen dort seine Strafe abgesessen hat, wird von einem Bundestagsabgeordneten wie ein Staatsgast empfangen und medial aufgewertet. Warum?
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