Merkel-Freund Erdogan setzt offenbar völkerrechtswidrigen Einmarsch in Syrien fort
Merkel-Freund Erdogan setzt offenbar völkerrechtswidrigen Einmarsch in Syrien fort
Datum: 21.07.2017 - 08:46 Uhr
Bereits jetzt haben Soldaten der Diktatürkei mehrere Tausend Quadratkilometer Land in Syrien völkerrechtswidrig okkupiert. Im August 2016 marschierten Verbände der 2. und 3. türkischen Armee, türkische Luftstreitkräfte und türkische Spezialkräfte unter Einsatz von schweren Kampfpanzern vom Typ Leopard 2A4 und M60T gegen die Stadt Dscharabulus vor und nahmen sie sowie einige weitere Siedlungen im Umland ein. Besonders Schmankerl am Rande: die Merkel-Regierung erklärte ganz offiziell am 24. August ihre Unterstützung für diesen völkerrechtswidrigen Angriff auf einen souveränen Staat.
Im Verlauf dieses Okkupationsfeldzuges rückten türkische Einheiten auch gegen Kobane sowie weitere zahlreiche Dörfer und Ortschaften in Syrien vor. Im Zuge dieser Angriffe wurden die Dörfer Dschubbb al-Kusa und Al-ʿAmarna von der türkischen Luftwaffe bombardiert. Bei diesen Luftschlägen gab es erhebliche Opfer auf den Seiten der unbewaffneten Dorfbevölkerung. Der türkische Feldzug wurde bis März dieses Jahres fortgesetzt und verschob die türkische Frontlinie bis kurz vor die Städte Manbidsch und Tall Rifaat. Beide Städte liegen etwa 30 Kilometer von der türkischen Grenze tief in Syrien.
Aktuellen Beobachtern lässt Erdogan aktuell 7.000 weitere Soldaten zusammenziehen, um auch die Region Afrin zu besetzen. Diese grenzt direkt westlich an Tall Rifaat an. Sollte dieser Feldzug Erfolg haben, hätten Soldaten der Diktatürkei den gesamten Norden Syriens auf einer Tiefe von etwa 30 Kiliometer und einer Breite von 140 Kilometer von der türkischen Grenze auf der Höhe von der Stadt Kirikhan bis zum Euphrat vom restlichen Territorium Syriens abgetrennt.
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