Menschenrechtsbeauftragte der Ukraine verfängt sich im eigenen Lügen-Netz

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Menschenrechtsbeauftragte der Ukraine verfängt sich im eigenen Lügen-Netz
Datum: 14.06.2022 - 09:22 Uhr

Vor einigen Jahren gab es bei einem Hamburger Nachrichtenmagazin einen Redakteur, der hat seine prämiierten angeblichen Nachrichten aus dem echten Leben komplett selbst erfunden. Über lange Zeit blieben seine Machenschaften unentdeckt, er selbst galt sogar als ein Aushängeschild des deutschen Qualitätsjournalismus. Irgendwann flog er auf und ist seitdem von der Bildfläche verschwunden.

Es ist nicht bekannt, ob sich Lyudmyla Denisova, die bisherige Ombudsfrau für Menschenrechte des ukrainischen Parlaments das Vorgehen jenes Redakteurs bei ihren Berichten über angebliche Massenvergewaltigungen von ukrainischen Frauen und Kindern durch russische Soldaten als Vorlage bediente. Fest steht, dass die von ihr verbreiteten Meldungen samt und sonders Produkte ihrer eigenen, offensichtlich kranken, Phantasie waren. Westliche Medien übernahmen diese Falschmeldungen nur zu gerne unreflektiert und ohne eigene Recherche und verbreiteten diese Horrorgeschichten über sämtliche Kanäle.

Nun ist auch Denisova mit ihrem Lügen- und Märchenkonstrukt aufgeflogen. Erst gab es ein Misstrauensvorum gegen sie, letztlich folgte ihre Entlassung. Denisova wollte eigenen Angaben zufolge mit ihren erfundenen Geschichten doch nur der Ukraine helfen, sagte sie gegenüber ukrainischen Medien. Ihre Aussagen sollten vor allem im Westen die Alarmglocken schrillen lassen, sagte sie in dem Interview. »Vielleicht bin ich zu weit gegangen. Aber ich habe versucht, das Ziel zu erreichen, die Welt davon zu überzeugen, Waffen zu liefern und Druck auf Russland auszuüben«, zeigte sich Denisova nur bedingt einsichtig in ihr Fehlverhalten.

Auch der deutsche Mainstream sprang nur zu bereitwillig auf diesen Zug auf. Der Spiegel - ausgerechnet dort war jener eingangs erwähnte erfindungsreiche Redakteur beschäftigt - brachte sogar ein Exklusiv-Interview mit Denisova. Aber auch weitere deutsche Medien verbreiteten die Produkte der Denisova-Phantasien emsig und eifrig. Ob sie allerdings jetzt auch Gegendarstellungen bringen werden, darf bezweifelt werden.

Sven von Storch

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