Mehrere Hundert Flüchtlinge stürmen spanische Exklave Ceuta

Veröffentlicht:

Mehrere Hundert Flüchtlinge stürmen spanische Exklave Ceuta
Datum: 01.11.2016 - 12:26 Uhr

Die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla sind die einzigen beiden europäischen Territorien auf dem afrikanischen Kontinent. Sie sind die letzten verbliebenen Überreste der einstigen Kolonialpolitik der europäischen Staaten. Weil sie staatsrechtlich ein Bestandteil Spaniens sind, gehören sie somit zur EU. Und daraus resultierend sind sie in den vergangenen Jahren immer wieder ins Visier großangelegter Grenzübertrittsversuche afrikanischer »Flüchtlinge« geraten.

Am heutigen Morgen setzten nach übereinstimmenden voneinander unabhängigen Presseberichten (tagesschau.de, welt.de) mehr als 400 Afrikaner, überwiegend aus Burkina Faso (ehemals Obervolta) und der Côte d'Ivoire (ehemals Elfenbeinküste) zum massiven Sturm gegen die Grenzsicherungsanlagen zwischen Ceuta und Marokko an. Bis zu 250 der jungen Männer soll es gelungen sein, das spanische Territorium erreicht zu haben.

Weder aus Burkina Faso noch aus Côte d'Ivoire liegen Berichte über Kriege, Bürgerkriege oder andere bewaffnete Auseinandersetzungen vor. Hingegen warnt das Auswärtige Amt generell vor Reisen nach Burkina Faso und anderen an die Sahara angrenzenden Staaten. Ausländische Touristen würden sich der Gefahr terroristischer Anschläge und gezielter Entführung durch kriminelle Banden und der Al-Kaida im Maghreb (AQM) aussetzen.

Aus den Bildberichten geht zweifelsfrei hervor, dass sich ausschließlich junge, kräftige Männer an dem Angriff gegen die Sicherheitskräfte und die Grenzanlagen beteiligt haben. Selbst nachdem wieder Ruhe eingekehrt ist, sind auf den Bildern keine typischen »Flüchtlinge« (alte Menschen, Frauen, Kinder) zu sehen.

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.