Medial propagierte Hetzaktion gegen Ungarn fiel ins Wasser
Medial propagierte Hetzaktion gegen Ungarn fiel ins Wasser
Datum: 24.06.2021 - 10:39 Uhr
Was hatte man beim Deutschen Fußballbund (DFB) und was hatten deutsche Altparteienpolitiker alles versucht, um vor dem gestrigen letzten Vorrundenspiel der Fußballeuropameisterschaft des DFB-Teams gegen Ungarn in München ein Hass- und Hetzszenario gegen die ungarische Mannschaft und die ungarische Regierung von Viktor Orbán aufzubauen. Man wollte unbedingt das Stadion in München in den Regenbogenfarben erleuchten lassen, aber der Europäische Fußballverband (UEFA) als Verantwortlicher der Veranstaltung unterband das Ansinnen. So schnell aber wollten sich DFB und deutsche Altparteienpolitiker von ihrem Hetzfeldzug nicht abbringen lassen und organisierten im Handumdrehen Tausende kleiner Regenbogenfähnchen, die sie rund ums Stadion verteilen ließen und die die Zuschauer mit auf ihre Plätze nehmen und dort pflichteifrigst schwenken sollten. Doch die Aktion fiel komplett ins Wasser - bei den TV-Übertragungen war im ganzen Stadion kein Regenbogenfähnchen zu sehen. Lediglich beim Abspielen der ungarischen Hymne stürmte ein offensichtlich durchgeknallter Regenbogenfahnen-Fetischist den Platz, wurde aber kurzerhand von den Sicherheitskräften abgefangen und einkassiert.
Eine Erklärung für den Fehlschlag dieser medial dermaßen propagierten politischen Inszenierung mag damit zusammenhängen, dass man von höchster Stelle damit nicht einverstanden war. Unmittelbar vor Spielbeginn begann über München und dem Stadion ein veritabler Starkregen, der die ganze erste Spielhälfte andauerte. Für die dünnen Papierfähnchen war das selbstverständlich fatal, sie sind für derartige Wetterverhältnisse nicht konzipiert.
Wobei es sich lohnen könnte, ein paar Dinge zu erfragen. Denn woher kamen quasi über Nacht die ganzen Fähnchen? Wer gab den Auftrag, sie rund ums Stadion zu verteilen? Wer gab den Auftrag, sie zu kaufen oder herstellen zu lassen? Und falls es ein Auftrag der »öffentlichen Hand« war, wieso wurde dieser Auftrag offensichtlich ohne vorherige EU-Ausschreibung vergeben? Das wäre dann nämlich eine Auftragsvergabe der »öffentlichen Hand« sozusagen »unter der Hand«. Hier scheint Aufklärungsbedarf vonnöten.
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