Mazda hat Benzinmotor erfunden, der kein Kohlendioxid ausstößt
Mazda hat Benzinmotor erfunden, der kein Kohlendioxid ausstößt
Datum: 09.09.2025 - 10:21 Uhr
Zerlegung in Wasserstoff und Kohlenstoff
Mazda hat einen nahezu emissionsfreien Verbrennungsmotor entwickelt. Der japanische Autohersteller hat nun einen Sechstaktmotor patentiert, der Benzin in Wasserstoff und festen Kohlenstoff zerlegen kann, der nicht in die Atmosphäre freigesetzt wird, berichtet CarBuzz. Im Gegensatz zu einem klassischen Viertaktmotor verfügt Mazdas Lösung über zwei zusätzliche Takte. Der Motor nutzt seine eigene Wärme und einen Katalysator, um Benzin in Wasserstoff umzuwandeln, der dann im Motor verbrannt wird. Der Kohlenstoff wird in einem speziellen Behälter gesammelt.
Kohlendioxidemissionen nahe Null
»Auf diese Weise liegen die Kohlendioxidemissionen nahe Null«, schreibt CarBuzz. Das System ist sehr fortschrittlich, erfordert zusätzliche Ventile, mehrere Einspritzdüsen und eine spezielle Einheit zur Kohlenstoffrückgewinnung. Berechnungen zeigen, dass ein 57-Liter-Tank eines Mazda CX-5 etwa 37 Kilogramm Kohlenstoff enthalten kann, der während der Wartung entleert werden muss.
Wiederverwendung des gesammelten Kohlenstoffs
Der gesammelte Kohlenstoff könnte beispielsweise in der Stahlproduktion oder der Pigmentherstellung eingesetzt werden. Es gibt allerdings Zweifel an der Effizienz. Die Wasserstoffverbrennung war in der Vergangenheit ineffizient – der Hydrogen 7 von BMW verbrauchte im Wasserstoffbetrieb umgerechnet 34 Liter pro 100 km. Mazdas Lösung könnte kraftstoffsparender sein, aber das muss noch bewiesen werden. Das Patent zeigt dennoch, dass Mazda auch in einer Zeit, in der der Elektroantrieb die Entwicklung dominiert, weiterhin unkonventionelle Motoren entwickelt, siehe die Weiterentwicklung des Kreiskolbenmotors (Wankelmotor) beim Mazda RX7 respektive RX8. Serienmäßig wurde der Wankelmotor zunächst beim NSU Ro 80 in Neckarsulm verbaut, war aber während der Produktionszeit in den 1960er- und 1970er-Jahren noch zu fehleranfällig.
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