Massiver Stromausfall in Südamerika
Massiver Stromausfall in Südamerika
Datum: 17.06.2019 - 09:45 Uhr
Am gestrigen Sonntagmorgen um kurz nach sieben Uhr Ortszeit war in vielen Teilen Argentiniens und Uruguays die Welt nicht mehr in Ordnung. Ein massiver Stromausfall sorgte in beiden Ländern für einen in diesem Ausmaß noch nie dagewesenen Blackout. Etwa 44 Millionen Menschen waren betroffen. Besonders problematisch ist ein solcher Aufalls aus zwei Gründen: in Südamerika beginnt aktuell der Winter und in der deutlichen Mehrzahl der Haushalte wird die Heizung elektrisch betrieben.
Die Auswirkungen waren in fast allen Lebensbereichen zu spüren. Züge blieben auf freier Strecke stehen, die Metro fiel ebenso aus wie Verkehrsampeln. Selbst Tankstellen konnten nicht betrieben werden. Gestern fanden in Argentinien Gouverneurswahlen statt. Die Wähler votierten im Schein ihrer Handy-Lampen, weil es keinen Strom gab.
Der argentinische Netzbetreiber Edesur entschuldigte sich für den Ausfall, konnte aber bisher keine Gründe nennen. Das Stromnetz Argentiniens gilt, wie die gesamte Infrastruktur des Landes, als marode. Stromausfälle sind in Südamerika keine Seltenheit. Vor allem im Sommer, wenn die Klimaanlagen auf Hochtouren luafen, gehen regional die Netze regelmäßig in die Knie. Aber einen Totalausfall in dieser Größenordnung, so sind sich Experten wie auch Betroffene, die sich in den sozialen Medien zu Wort melden, habe es in der Vergangenheit noch nicht gegeben.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment