Massensterben von Pinguinküken in der Antarktis
Massensterben von Pinguinküken in der Antarktis
Datum: 19.10.2017 - 10:44 Uhr
Eine Kolonie von Adelie-Pinguinküken in der Antarktis ist fast vollkommen dahin gerafft worden. Lediglich zwei von über 32.000 Küken haben überlebt. Der Grund dafür ist, dass die Elterntiere zur Nahrungsbeschaffung einen viel größeren Weg als sonst zurücklegen mussten und so die Küken verhungerten. Neue, massive Eisfelder, hatten die Zugänge zu den bisherigen Nahrungsgründen versperrt. Das berichten Forscher der Dumont D'Urville-Station.
In der Kolonie, die bereits seit den 1960er-Jahren von Wissenschaftlern beobachtet wird, leben rund 18.000 Pinguinpaare. Zwar wurde vor einigen Jahren bereits einmal ein Massensterben festgestellt worden. Die Auswirkungen aber konnten durch die Schaffung von Schutz- und Fischereiverbotszonen rund um das Gebiet kompensiert werden. Eine solch massive Zunahme an Eis aber, dass die bisherigen Jagdgebiete der Pinguine unzugänglich machte, sei in all den Jahren der Beobachtung nicht festgestellt worden.
Diese Entwicklung steht der weit verbreiteten These der globalen, von Menschen gemachten, Erderwärmung diametral entgegen. Der deutsche Forscher und Geologe Hartmut Heinrich hatte bereits 1988 dieses Phänomen beschrieben. Durch eine Phase der kontinuierlichen Erwärmung, die in der Entwicklungsgeschichte des Planeten immer wieder zu verzeichnen ist, erwärmt sich das Meerwasser um Arktis und Antarktis, sorgt so für ein Abschmelzen der Gletscher und einem verstärkten »kalben« von Eisbergen. Dadurch nimmt die Zahl treibender Eisberge und damit verbunden auch einer erhöhten Menge von kleineren Eisplatten, dem sogenannten Treibeis, zu. Letzteres legt sich auf die offenere Meeresdecke und verstopft so die Zugänge zu den Jagdgründen der Pinguine.
Übrigens: die jetzige Phase der globalen Erwärmung hat den Forschern und Wissenschaftlern zufolge bereits etwa um 1850 begonnen.
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