Maske(n)rade in Deutschland
Maske(n)rade in Deutschland
Datum: 29.04.2020 - 10:01 Uhr
Das Corona-Virus hatte Ende Januar Frankreich erreicht. Alice Weidel hatte am 25. Januar bereits vorgewarnt, doch die Merkel-Regierung in Person von Jens Spahn wiegelte ab: »Die Fälle zeigen aber, dass wir gut darauf vorbereitet sind. Die Gefahr für die Gesundheit der Menschen in Deutschland durch die neue Atemwegserkrankung aus China bleibt nach Einschätzung des RKI weiterhin gering«, schwadronierte Spahn am 29. Januar. Statt hier gleich die richtigen Maßnahmen zu treffen (Einführung umfangreicher Personenkontrollen mit Sofort-Tests an den Grenzübergangsstellen und den Flughäfen, Stopp der Einbringung von Ausländern aus Risikogebieten, 14-tägige Quarantäne für Menschen mit auffälligen Symptomen und so weiter) hat man bei Merkel und Konsorten gezögert und die Option, das Virus an der Ausbreitung in Deutschland zu hindern, leichtfertig verspielt.
Ähnlich wenig strukturiert und sogar mitunter völlig desorientiert zeigt sich die Merkel-Regierung hinsichtlich der Schutzmasken. Zu Beginn der Ausbreitung des Virus schätzte man die Situation völlig falsch ein und verschenkte Schutzmasken an andere Länder. Schließlich, so Merkel und ihre »Experten« im Brustton der vollsten Überzeugung, würden die Masken nicht benötigt und wären unnötig. Nach und nach wichen die »Fachleute« von ihrer vollmundigen Sichtweise ab, verunglimpften die Schutzmasken zunächst aber immer noch als Virusschleudern. Erst als in anderen Ländern sich der Gebrauch der Schutzmasken nach und nach durchsetzte, korrigierte man bei Merkel und Konsorten den Kurs. Das Tragen von Masken wurde eine Höflichkeit, danach ein dringendes Gebot und ist jetzt Pflicht.
Wären seitens der Regierungsverantwortlichen hierzulande die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit getroffen worden, wäre es nicht nötig gewesen, die Grundzüge der Demokratie außer Kraft zu setzen.
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