Mann schubst Opfer am Kottbusser Tor vor einfahrende U-Bahn

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Mann schubst Opfer am Kottbusser Tor vor einfahrende U-Bahn
Datum: 30.10.2019 - 10:23 Uhr

Wieder wurde ein Mensch von einem »Mann« auf die Gleise gestoßen, wieder gab es einen Toten. In der vergangenen Nacht ereignete sich dieses Verbrechen am U-Bahnhof Kottbusser Tor in Berlin. Ein »Mann« stieß sein Opfer direkt vor eine einfahrende U-Bahn, die eingeleitete Notbremsung durch den Fahrer konnte die Bahn nicht rechtzeitig zum Stillstand bringen. Der Geschubste wurde erfasst und erlag noch an Ort und Stelle seinen Verletzungen.

Der Schubser, ein »Mann«, ist auf der Flucht, die Mordkommission ermittelt. Und obwohl es Videoaufzeichnungen der Tat gibt, weigert sich die Polizei, die Bilder des Täters zu veröffentlichen oder weitere Aussagen zum Erscheinungsbild des Schubsers zu treffen. Derzeit streift also mutmaßlich jemand durch Berlin, der einen anderen Menschen vor eine U-Bahn geschubst hat und jenen Menschen dadurch getötet hat. Auch in den Medien wird bisher nur von einem »Mann« als Täter berichtet.

Der bedauernswerte U-Bahn-Fahrer, der alles versucht hat, um die Bahn zum Stehen zu bringen, wurde seelsorgerisch betreut, der U-Bahnverkehr auf dieser Strecke musste für mehrere Stunden unterbrochen werden.

Das Kottbusser Tor gilt als einer der Kirminalitätsschwerpunkte Berlins. Hier treffen sich vor allem Rauschgiftdealer und Kleinkriminelle aus nahezu aller Welt. Oftmals entbrennen Revierkämpfe zwischen den einzelnen Gruppen, die nicht selten in gewalttätige Auseinandersetzungen münden. Es ist nicht ganz auszuschließen, dass in der vergangenen Nacht zwei solche Gruppen am U-Bahnhof aufeinander getroffen sind. Einen Mord aber entschuldigen solche Streitigkeiten noch lange nicht.

Sven von Storch

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