Mann beleidigt 70-Jährigen antisemitisch und schlägt ihn dann nieder
Mann beleidigt 70-Jährigen antisemitisch und schlägt ihn dann nieder
Datum: 30.10.2019 - 09:17 Uhr
Wieder kam es zu einem antisemitischen und judenfeindlichen Übergriff in Berlin. Im Stadtteil Karow wurde am Montagabend ein 70-Jähriger zunächst von einem »Mann« judenfeindlich beleidigt. Der Senior setzte sich gegen diese Beleidigungen verbal zur Wehr und wurde daraufhin von dem »Mann« niedergeschlagen. Der Täter setzte zunächst noch nach, als aber eine Passantin dem Opfer zu Hilfe kam, flüchtete der »Mann«.
Medienberichten zufolge hat das Opfer ausgesagt, dass dies nicht der erste Zwischenfall dieser Art mit diesem »Mann« gewesen sei. Der 70-Jährige soll der Polizei gegenüber erwähnt haben, dass ihn der bisher Unbekannte schon in der Vergangenheit antisemitisch beleidigt hatte. Der für politische Taten zuständige Staatsschutz der Kriminalpolizei ermittelt in dieser Angelegenheit.
So lange der Täter nicht eindeutig ermittelt ist, wird die Straftat in den Statistiken als Tat mit rechtsextremen Hintergrund erfasst werden. Das gilt grundsätzlich für antisemitische und judenfeindliche Taten, bei denen der oder die Täter nicht eindeutig bestimmt werden können.
Ein fatales Zeichen im Kampf gegen den Antisemitismus und der Judenfeindlichkeit wurde jüngst auch ebenfalls in Berlin gesetzt. Ein Ermittlungsverfahren wegen eines Angriffs auf einen Rabbiner wurde eingestellt. Der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Yehuda Teichtal, war im Juli in Begleitung eines seiner Kinder von Männern auf Arabisch beschimpft und bespuckt worden. Bei den Ermittlungen von Polizei und Staatsanwalttschaft gab es zwar Verdächtige, die Tat konnte ihnen aber trotz Handyauswertungen und Zeugenvernehmungen nicht eindeutig nachgewiesen werden.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment