Mallorca wird zum Einfallstor für illegale Einwanderer nach Europa

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Mallorca wird zum Einfallstor für illegale Einwanderer nach Europa
Datum: 10.07.2025 - 11:46 Uhr

Mallorca und die Nachbarinseln haben sich zu einem Einfallstor für illegale Migration nach Spanien und Europa entwickelt. Allein in den vergangenen Wochen sind nach offiziellen Schätzungen bereits mehr als 3.200 Menschen mit Booten aus Nordafrika auf den Inseln angekommen – die meisten davon aus Algerien. Die Polizeigewerkschaft JUCIL warnt in der Inselzeitung Ultima Hora vor einer »dramatischen Verschärfung der Lage«.

Aktueller Anlass der Sorge: Am Montag entdeckten Anwohner und Touristen in S'Estanyol im Süden Mallorcas erneut ein verlassenes Flüchtlingsboot. Im Inneren fanden sich Spuren menschlicher Anwesenheit und eine Markierung der Guardia Civil. Letztere deutet darauf hin, dass es sich um eines der zahlreichen Flüchtlingsboote handelt, die in diesem Sommer bereits abgefangen wurden. Eine arabische Inschrift am Heck des Bootes deutet auf dessen nordafrikanische Herkunft hin.

Das verlassene Boot in S'Estanyol erreichte die Inselgruppe offensichtlich nicht alleine: Die Guardia Civil registrierte am Montag zwei weitere Boote mit insgesamt 37 Migranten in den Gewässern der südlich von Còlonia de Sant Jordi gelegenen Insel Cabrera. Zusätzlich wurden 39 weitere Personen vor Formentera aufgegriffen.

Besonders dramatisch beschreiben die örtlichen Behörden die Lage auf Formentera, wo in diesem Jahr bereits 52 Boote mit 896 Migranten ankamen. Die kleinste bewohnte Baleareninsel verfügt über kein technisches Außenüberwachungssystems, wodurch die frühzeitige Erkennung von Booten erschwert wird. »Die Pityusen sind längst wichtige Knotenpunkte für Schlepperbanden«, so die Polizeigewerkschaft.

Sven von Storch

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