Mainstreammedien uneins über Größe des Demonstrationsmarsches in Hamburg
Mainstreammedien uneins über Größe des Demonstrationsmarsches in Hamburg
Datum: 01.10.2018 - 09:57 Uhr
Es sollte eine Veranstaltung werden, die für richtig Aufsehen sorgen sollte: 450 Organisationen und Initiativen hatten zur »Großen Parade gegen Rassismus« in Hamburg aufgerufen. Das Motto der Veranstaltung lautete »United against Racism«, laut wollte man sein und bunt. Zu diesem Zweck waren sogar 40 bunte LKW aufgefahren.
Doch irgendwie wollte der Funke nicht so recht zünden. Sei es, dass das Wetter nicht richtig mitgespielt hat, sich die Menschen von dem Motto nicht so recht angesprochen gefühlt haben oder das Interesse für derlei Getue sich in überschauberen Grenzen hält - die Zahl derer, die mitmarschiert sind, lag deutlich unter der erhofften Teilnehmerzahl. Allerdings versuchen die Mainstreammedien, in ihren Berichten diese Zahl ordentlich nach oben aufzuhübschen. Die Bandbreite reicht von 5.000 bis 35.000 - das ist in etwa die Marge, mit der das Güllnersche Meinungsforschungsinstitut Forsa bei den Vorhersagen über die AfD-Stimmen bei den Wahlen vom tatsächlichen Ergebnis abweicht.
In ersten Berichten über die Veranstaltung, die noch am selben Abend ausgestrahlt worden, war die Rede von etwa 5.000 Teilnehmern (erste Polizeiberichte) bis zu 14.000 Teilnehmern (t-online). Das ZDF berichtete am späten Abend und korrigierte die Zahl auf 20.000 Teilnehmer deutlich nach oben. Bei RTL waren es am Nachmittag jedoch derer nur 9.000, laut Veranstalter aber sogar über 30.000 Teilnehmer. Mindestens einer der Berichterstatter liegt also mit seinen Zahlen deutlich daneben.
Und: wenn 450 Organisationen zu einer gemeinsamen Veranstaltung aufrufen, sind selbst 20.000 Teilnehmer eher ein Armutszeugnis.
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