Märchenstunden bei der Mainstreamjournaille gehen weiter wie bisher

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Märchenstunden bei der Mainstreamjournaille gehen weiter wie bisher
Datum: 27.12.2018 - 09:40 Uhr

Die deutschsprachige Mainstreamjournaille kann oder will sich einfach von den offensichtlich liebgewonnenen Gewohnheiten der Erfindung und Verbreitung von Falschmeldungen, neudeutsch »Fakenews«, nicht trennen. Statt Prüfung und Recherche stehen bei jenen Medien nach wie vor lückenhafte Berichterstattung oder gleich komplette Erfindung an oberster Stelle. Zwei weitere Beispiele für diese besondere Art der »Kreativitität« sind der Schriftsteller Robert Menasse und die in Berlin erscheinende Zeitung »B.Z.«.

Während Menasse in seinen Berichten immer wieder gerne angebliche Zitate vom ehemaligen EG-Kommissionspräsidenten Walter Hallstein unterbringt, faselte die »B. Z.« von einem angeblichen Rassismus-Skandal bei der Berliner AfD. Die Besonderheit in beiden Fällen: beides ist erstunken und erlogen.

Die Worte, die Menasse so gerne den EG-Kommissionspräsidenten in seinen Machwerken zuschreibt, hat Walter Hallstein allerdings so nie gesagt. Dieser habe zu keiner Zeit gefordert, dass die bestehende politische Ordnung ausgelöscht und durch einen Supranationalstaat ersetzt wird. Doch genau diese Forderung hat Menasse Hallstein mehrfach in den Mund gelegt. Beiträge, die man mit etwas Populsimus würzt, lassen sich offensichtlich besser verkaufen.

Diese Hoffnung hat wohl auch die »B.Z.« gehegt, als sie einen angeblichen Rassismus-Skandal bei der Berliner AfD erfand. Man veröffentlichte das Bild eines kleinen vor dem AfD-Büro im Berliner Abgeordnetenhaus abgestellten und mit ein paar Accessoires versehenen Tannenbäumchens. Dazu gehörte auch ein geschmackloser Aufkleber einer Burka-Trägerin mit dem Schriftzug »Wir müssen draußen bleiben«. Die »B.Z.« sprang sofort auf diese Fake-Aktion an und schwafelte von einem Rassismus-Skandal und erfand sogar eine Anzeige beim Staatsschutz.

Der Schuss ging allerdings komplett nach hinten los: die »B.Z.« musste ihre Münchausen-Meldung wieder löschen und steht nun selbst im Fokus der Kritik.

Sven von Storch

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