Macrons Partei verliert Senatswahlen
Macrons Partei verliert Senatswahlen
Datum: 26.09.2017 - 08:10 Uhr
Das französische Parlament besteht aus zwei Kammern: dem Unterhaus, besser bekannt als Nationalversammlung; und dem Oberhaus, dem Senat. Dieser wird, anders als die Nationalversammlung, nicht unmittelbar von den Bürgern gewählt, sondern indirekt von den Vertretern der Städte, Gemeinde und Regionen. Bei diesen Wahlen sind also mitunter Politprofis gefragt; Menschen also, die sich mit der französischen Politik etwas auskennen, sich damit intensiver beschäftigen.
Bei diesem Personenkreis zumindest ist Macron komplett entzaubert. Aktuell wurden 171 der insgesamt 348 Sitze neu vergeben. Macron und seine Partei konnten lediglich 23 dieser vakanten Sitze gewinnen, sind aktuell nur viertstärkste Fraktion im Senat. Damit setzt sich eine rasante Talfahrt Macrons fort, die schon seit einigen Wochen anhält. Längst ist der einstige Wundermann entzaubert, mehr und mehr wird die Kritik an ihm und seinem Politikstil lauter.
Neben innerparteilichen Streitigkeiten und Turbulenzen, die Macron das Leben schwer machen, gilt er persönlich in der Zwischenzeit als abgehoben, arrogant und eitel. Zudem mache er eine Elitenpolitik, von der lediglich ein paar weniger Auserwählte profitieren. Doch dies stehe im direkten Gegensatz zu der von ihm propagandierten Reformpolitik aus seinem Wahlprogramm.
Nicht zuletzt aber ist Macron selbst für seinen Niedergang verantwortlich. Gerüchte um Affären, horrende Ausgaben für Kosmetik und etliche andere Nebengeräusche sorgen dafür, dass Macron in den Umfragen rasant verloren hat.
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