Macron zündelt schon wieder mit der Entsendung von Bodentruppen
Macron zündelt schon wieder mit der Entsendung von Bodentruppen
Datum: 15.03.2024 - 09:28 Uhr
Vor der Wahl zum Europäischen Parlament im kommenden Sommer rauschen die Umfrageergebnisse für Macron und seine Partei in den Keller. Von den für Frankreich vorgesehen 81 Abgeordneten wird den aktuellen Prognosen, Projektionen und Umfragen Marcons Ensemble gerade einmal 12 Abgeordnete entsenden. Die Rassemblement National von LePen hingegen wird in mehr als doppelter Stärke (26 Abgeordnete) ins Brüsseler Parlament einziehen.
Auch auf nationaler Ebene rauschen die Werte für Macron in den Keller. Im Mittel 70 Prozent der von verschiedenen Instituten Befragten geben an, dass sie mit Macron und seiner Politik unzufrieden oder sehr unzufrieden sind. Unterstützung hingegen findet er nicht einmal mehr bei 30 Prozent der Befragten. Auch für seine Partei, die LREM, steht es in den Umfragen schlecht. Gerade einmal 19 Prozent der Befragten geben an, dass sie bei einer Parlamentswahl ihre Stimme der LREM geben. Für die RN würden aktuell 28 Prozent der Befragten stimmen, selbst das neu geschmiedete Bündnis linker, sozialistischer und kommunistischer Parteien NUPES schneidet mit 24 Prozent noch besser ab als Macron und seine Truppe.
Wer dermaßen innenpolitisch unter Druck steht, der braucht einen außenpolitischen Blitzableiter; nichts eignet sich da besser als ein Krieg. Also schmeißt Macron - wieder einmal - seine kriegshetzerischen Forderungen und Optionen des Einsatzes von NATO-Bodentruppen gegen Russland in den Raum. Diesen Alleingang hatte Macron vor wenigen Wochen schon einmal vorgenommen, erhielt aus Russland eine entsprechend klare Reaktion und fand keinerlei Unterstützung bei den anderen westlichen Verbündeten.
Es gab schon einmal einen französischen Feldherren, der unbedingt Krieg gegen Russland führen wollte. Das Ergebnis ist in den Geschichtsbüchern nachzulesen.
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