Macron will keine Lampedusa-Migranten aufnehmen
Macron will keine Lampedusa-Migranten aufnehmen
Datum: 20.09.2023 - 12:41 Uhr
In den vergangenen Tagen kamen bis zu 10.000 Wirtschaftsmigranten aus diversen afrikanischen Staaten auf der kleinen italienischen Insel Lampedusa an. Die Schleuser- und Schlepperindustrie hat zur Zeit Hochkonjunktur, weil das Mittelmeer gegenwärtig sehr ruhig ist und die Überfahrt von der tunesischen Küste bis nach Lampedusa (etwa 150 Kilometer) selbst in kleinen Booten relativ gefahrlos möglich ist. Die jungen, gesunden und kräftigen Männer, die die Überfahrt gekauft haben, bezahlen umgerechnet etwa 5.000 US-Dollar pro Kopf, um so in die EU gelangen zu können. Bei ungefähr 10.000 Asyltouristen, die diese Reise gebucht haben, bleibt unter dem Strich ein satter Gewinn für die Schleuser- und Schlepperunternehmen.
Nun will die EU diese Lampedusa-Migranten auf ihre Mitgliedsländer verteilen. Das Problem dabei ist, dass einige Länder bereits jetzt klar zu verstehen gegeben haben, dass sie gar kein Interesse an der Aufnahme der Boots-Urlauber haben. Neben den »üblichen Verdächtigen« wie Ungarn, Polen und der Slowakei, die von Anfang an ihre Absage deutlich formuliert haben, zeigt jetzt auch Frankreich der EU die kalte Schulter. Macron ließ durch seinen Innenminister Gérald Darmanin erklären, dass man die Aufnahme von Migranten abgelehnt hat. »Frankreich wird keine Migranten aus Lampedusa aufnehmen«, sagte Darmanin am Abend im Sender TF1.
Das ist für Brüssel und von der Leyen jetzt blöd, gehörte Frankreich doch bisher zu den eifrigsten Befürworten und Umsetzern der Migrations-Propaganda. Es hat jedoch den Anschein, als habe man in Frankreich genug an »Fachkräften«, »Goldstücken« und »Kulturbereicherern«. Dann muss wohl wieder die Berliner Ampel herhalten. Der kann man den Blödsinn ja immer noch verkaufen.
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