Macron hetzt Bereitschaftspolizei auf demonstrierende Feuerwehrleute
Macron hetzt Bereitschaftspolizei auf demonstrierende Feuerwehrleute
Datum: 30.01.2020 - 11:17 Uhr
Es sind irritierende Bilder, die der englische Guardian in einem Youtube-Video ausstrahlt: behelmte, mit Schlagstöcken und Tränengaswurfkörpern bewaffnete und mit Schutzschilden ausgestattete Bereitschaftspolizisten gehen mit massiver Gewalt auf gegen die Macron-Regierung protestierende Feuerwehrleute los. Immer wieder hört man im Hintergrund den Knall von zündenden Tränengasgranaten und sieht, wie die von Macron in Gang gesetzten kasernierten Polizisten ein ums andere Mal ihre Knüppel auf die Demonstranten niedersausen lassen.
Aber: Feuerwehrleute sind etwas anderes als die Kontrahenten, auf die Macron seine Schergen sonst loslässt, nämlich Zivilisten, Frauen, Kinder, Senioren. Feuerwehrleute sind gut trainiert, kräftig und kennen kaum Angst. Wer in ein brennendes Haus geht, um Menschenleben zu retten, der reißt auch vor Macrons Schlägern nicht aus. Und so bleibt am Ende des kurzen Videos den Polizisten nichts anderes übrig, als selbst den Rückzug anzutreten.
Anders als unter anderem der Guardian in seinem Beitrag zu den schweren Auseinandersetzungen in Paris meldet, verschweigen der deutsche Staatsfunk und die altparteiennahen Medien die Straßenschlacht völlig. Macron, der in seinem Heimatland Frankreich wegen dieser und ähnlicher Aktionen gegen Demonstranten massiv in der Kritik steht, soll hierzulande offensichtlich geschützt werden. Es soll wohl alles versucht werden, dass sein Renommee kein Kratzer bekommt, dass Merkels »Bel Ami« zumindest in Deutschland weiterhin in voller Pracht strahlen soll.
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