Macron drückt Rentenreform mit Taschenspielertrick durch
Macron drückt Rentenreform mit Taschenspielertrick durch
Datum: 17.03.2023 - 10:34 Uhr
Das Renteneintrittsalter in Frankreich soll von 62 Jahre auf 64 Jahre angehoben werden. Das sieht Macrons Rentenreform so vor. Vor allem aber bei Monsieur und Madame Untel (dem französischen Gegenstück zum deutschen Ehepaar Max und Erika Mustermann), also der Bevölkerung des Landes, stoßen Macrons Pläne auf heftigen Widerstand. Seit Wochen legen Proteste das Land lahm. Frankreichs Bürger gehen in Millionenstärke auf die Straßen.
Im Senat konnte Macron seine Pläne mit der eigenen Mehrheit durchdrücken, der nächste demokratische Schritt wäre nun eine Abstimmung in der Nationalversammlung gewesen. Da aber – und das stand vorher schon o gut wie fest – wäre die Reform abgeschmettert worden. Alo bediente ich Macron eines politischen Taschenspielertricks und bediente sich eines Sonderartikels der französischen Verfassung. So konnte er seine Reform an der Nationalversammlung vorbei durchdrücken.
Die Reaktion an diesem Winkelzug ließ nicht lange auf sich warten. Das so gelinkte Volk ging unmittelbar nach Bekanntwerden dieser Hintertür-Aktion zu Tausenden auf die Straße und protestierte; nicht nur gegen die Reform an sich, sondern auch gegen den Taschenspieler Macron. Es kam zu massiven Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften. Doch damit nicht genug: nun droht Macron auch politischer Unbill. Laut Medienberichten werden für den heutigen Tag zahlreiche Misstrauensanträge der zahlreichen Oppositionsparteien gegen Macrons Regierung erwartet. Für das kommende Wochenende sind wieder Massendemonstrationen in allen Metropolen des Landes und sogar Streiks gegen die Rentenreform im Besonderen wie auch gegen Macron im Allgemeinen erwartet. Der Ruf nach einem Rücktritt Macrons wird immer lauter.
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