Maas hat mit Afghanistan-Politik komplett versagt
Maas hat mit Afghanistan-Politik komplett versagt
Datum: 17.08.2021 - 09:48 Uhr
Die Minister im Merkel-Regime fallen in der Regel nicht durch besondere Kenntnisse oder Fähigkeiten auf, sondern eher dadurch, dass sie entweder in unklare finanzielle Transaktionen verwickelt sind, gegen elementare durch das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland garantierte Grundrechte verstoßen oder bei den ihnen zugedachten Aufgaben komplett versagen. Letzteres geschieht, weil jene Minister der Meinung sind, dass sie die Weisheit mit Löffeln gefressen haben und alle anderen nichts können. Das gilt auch für das Wissen über die Empfindsamkeiten der Menschen in anderen Ländern. Merkels Minister glauben nicht nur, dass sie alles wissen, sie glauben auch noch, es besser zu wissen.
Klar ist, dass diese Besserwisserei weder bei den Politikern noch bei den Menschen in den anderen Ländern gut ankommt. Und klar ist, dass diese Überheblichkeit zu krassen Fehleinschätzungen führt, wie sich jetzt am Beispiel Afghanistan zeigt. Vor allem Außenminister Maas (SPD) ist hier zu nennen, der die Konstellation und Lage am Hindukusch von Beginn an völlig falsch bewertet und eingeschätzt hat.
Afghanistan ist ein heterogener Staat, der auch heute noch das Paradebeispiel einer vormodernen Stammesgesellschaft. Den »Afghanen« im weitesten Sinne gibt es nicht. Selbst die größte Gruppe, die Paschtunen, unterteilen sich noch ein weiteres Mal in mehrere Untergruppen, die Durrani, die Ghilzai und diverse Nomadenstämme, zum Beispiel die Kutschi. Es gibt Tadschiken, Hazara, Usbeken, Sadat, Aimaken, Turkmenen, Belutschen, Nuristani und, und und.
Eine politische Absprache mit Vertretern einer dieser Stämme heißt noch lange nicht, dass sich die anderen Stämme an diese Absprache halten wollen oder halten werden. Genau das aber haben Politiker vom Schlag eines Heiko Maas in ihrer grenzenlosen Verkennung der Situation vor Ort angenommen und vorausgesetzt. Weil jener Maas nun einmal so überheblich ist, wie er ist, hat er auch die Warnungen der deutschen Botschaft in Kabul vor den kommenden Ereignissen wochenlang in den Wind geschlagen. Nun ist das Gezeter groß.
So bleiben als Resümmee die Worte des stellvertretenden deutschen Botschafters in Afghanistan Jan Hendrik van Thiel: »Wenn das an irgendeiner Stelle diesmal schief gehen sollte, so wäre dies vermeidbar gewesen.«
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