Lückenpresse verkauft immer weniger Zeitungen

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Lückenpresse verkauft immer weniger Zeitungen
Datum: 21.10.2016 - 08:26 Uhr

Insgesamt ist der Absatz von Tageszeitungen um mehr als ein Drittel gegenüber 2006 zurückgegangen. Wurden vor zehn Jahren noch fast 25 Millionen Exemplare pro Tag verkauft, so liegt der Absatz aktuell bei ungefähr 17,5 Millionen Exemplaren. Auch die darin enthaltene Anzahl der Abonnements ist weiterhin rückläufig und hat zum ersten Mal seit vielen Jahren die Marke von zwölf Millionen unterschritten. 

Die gesamte Liste ist hier einzusehen: http://www.ivw.de/system/files/20163_ivw_auflagenliste.pdf
Zum Vergleich die Zahlen aus dem zweiten Quartal: http://www.ivw.de/system/files/20162_ivw_auflagenliste.pdf

Summiert man die Verluste insbesondere der großen, überregional erscheinenden Tageszeitungen und deren Verlagshäuser, so erhält man Rückgangswerte im zweistelligen Bereich. Die Springer-Presse bleibt mit ihren zahlreichen Druckerzeugnissen (»Bild«, B.Z.) wiederholt unter der Grenze von zwei Millionen abgesetzten Exemplaren. 

Noch gravierender aber sind die Rückgangszahlen für politische Magazine. Beim »Spiegel« wurde nach 793.000 verkauften Zeitschriften im vorhergehenden Quartal in diesem Quartal die Marke von 790.000 unterschritten. Auch der »Stern« und weitere Wochenzeitschriften gingen zurück.

Einziger bedeutender Gewinner auf der Seite der überregional erscheinenden Druckerzeugnisse ist die »Junge Freiheit«. Das in Berlin beheimatete Wochenzeitschrift hat entgegen dem Branchentrend ihre verkaufte Auflage um weitere 18 Prozent steigern können.

Alle Daten berufen sich auf Erhebungen und Veröffentlichungen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (http://www.ivw.eu/allgemein/impressum

).

Sven von Storch

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