Litauen stoppt Imfpstoff-Lieferung an Bangladesh
Litauen stoppt Imfpstoff-Lieferung an Bangladesh
Datum: 11.03.2022 - 08:32 Uhr
Bangladesh ist eines der ärmeren Länder der Welt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf liegt unter 2.500 US-Dollar - pro Jahr. Auf einer Fläche von weniger als 150.000 Quadratkilometern, gerade einmal etwas größer als Griechenland, leben fast 170 Millionen Menschen, also doppelt so viele wie hier in Deutschland. Legt man diese Bevölkerungsdichte als Maßstab für Deutschland zugrunde, müssten hierzulande 203 Millionen Menschen leben. Das Gedränge will sich niemand wirklich vorstellen.
Aufgrund der dichten Besiedlung ist die Gefahr von Infektionsgefahren um ein Vielfaches höher als in vielen anderen Staaten. Bangladesh aber kann sich die Beschaffung von teuren Impfstoffen nicht leisten und ist auf Hilfe angewiesen. Das gilt insbesondere aktuell bei dem Corona-Impfstoff, da viele Bengalen (so bezeichen sich die Einwohner des Landes selbst) sich gerne impfen lassen wollen.
Lettland hatte eine Lieferung von knapp 450.000 Dosen des Pfizer-Impfstoffs verbindlich zugesagt. Weil aber der Vertreter Bangladeshs bei der Sitzung der UN-Versammlung in der vergangenen Woche sich nicht für eine Verurteilung Russlands ausgesprochen hat, streicht Lettland jetzt die versprochene Lieferung der Impfdosen. Am vergangenen Mittwoch hatten 141 der 193 UN-Staaten einer Verurteilung Russlands zugestimmt, fünf Staaten (Eritrea, Nordkorea, Syrien, Weißrussland und Russland) lehnten die Verurteilung ab, 35 Staaten - darunter Bangladesh - enthielten sich der Stimme.
Weil sich der Vertreter Bangladeshs bei den Vereinten Nationen erlaubte, eine vom Mainstream abweichende, eigene Meinung zu haben und diese auch nach außen hin vertrat, werden die voneinem EU-Staat zugesagten Impfdosen nicht geliefert. Feine Demokraten sind das da in Litauen....
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