Linksextremisten treiben israelische Buchhandlung in Berlin in den Ruin

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Linksextremisten treiben israelische Buchhandlung in Berlin in den Ruin
Datum: 25.07.2017 - 10:52 Uhr

Das Topics war mehr als nur ein Buchladen. In den Räumen in der Weserstraße gab es Vorlesungen, Buchvorstellungen, Diskussionsveranstaltungen und etliche weitere Events. Dabei ging es weit über Bücher hinaus. Die Besonderheit war, dass dieser Buchladen in dem stark muslimisch geprägten Neukölln von zwei Israelis betrieben wurde. Doch trotz oder vielleicht sogar wegen der starken religiösen Gegensätze war das Topics fester Bestandteil im Kiez. Alles lief im Großen und Ganzen gut, auch wenn natürlich ein kleiner, unabhängiger Buchladen seinen Betreibern keine üppigen Reichtümer beschert. Das galt für das Topics genau so wie für viele andere kleine Buchläden im Rest der Welt.

Doch dann trat auf einmal der Linksextremismus in Form der Antifa auf den Plan, wurde auf den Buchladen aufmerksam und überzog ihn mit der geballten Wut, den dieses Spektrum zu entfachen in der Lage ist. Virtuelle Shitstorms in den sozialen Medien gesellten sich zu vollkommen absurden Nazi-Vorwürfen gegen die Inhaber. Bei dem Topics, so war zu lesen, handele es sich um einen faschistischen Buchladen im Herzen Berlins. 

Hintergrund des geballten linksextremen Hasses war der geplante Diskussionsabend um die Werke des umstrittenen italienischen Kulturphilosophen Julius Evola. Er hat einige antisemitische Theorien verfasst und galt als dem Faschismus nahestehend. Gerade als Israelis wollte man diese Theorien erörtern. Doch die Linksextremisten betrachteten den geplanten Diskussionsabend als Propagandaveranstaltung FÜR Evola. Doch das Angebot der Betreiber, an der Veranstaltung teilzunehmen, lehnten die Antifa-Jünger ab, sagte einer der Betreiber gegenüber der »Berliner Zeitung«. Seine Gegner, so heißt es in dem Bericht, waren an einem konstruktiven Dialog offenbar nicht interessiert.

 

 

Sven von Storch

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