Linksextreme Nationale Volksfront bei Parlamentswahl in Frankreich vorne
Linksextreme Nationale Volksfront bei Parlamentswahl in Frankreich vorne
Datum: 08.07.2024 - 08:14 Uhr
Das französische Wahlrecht hat mit seinen Tücken dem Land nach der zweiten Runde der Parlamentswahl eine echte Herausforderung eingebracht. Es gibt bei der Parlamentswahl insgesamt 577 Wahlkreise, sowohl im Heimatland wie auch auf den Inseln und in den Kolonien. Im ersten Wahlgang wird die absolute Mehrheit benötigt, um einen Wahlkreis zu gewinnen. Erlangt keiner der antretenden Kandidaten in einem Wahlkreis die absolute Mehrheit, wird eine Stichwahl erforderlich und durchgeführt. Jeder Kandidat, der im ersten Wahlgang mindestens 12,5 Prozent der Stimmen auf sich vereint hat, darf antreten - muss es aber nicht.
Genau bei diesem Punkt wurde getrickst und verschoben, dass sich die Balken biegen. Plötzlich bekamen jede Menge Kandidaten aus dem linken und linksextremen Spektrum »kalte Füße«, zogen ihre Kandidaturen zurück und sprachen Wahlempfehlungen für den in einem Wahlkreis letzten verbliebenen Kandidaten aus dem linksextremen Spektrum aus. Die Kandidaturen wurden gleichmäßig verteilt, so dass jede Partei gleichermaßen von dieser Schieberei profitieren konnte. Damit dieser Taschenspielertrick nicht zu sehr auffällt, haben sich die politischen Linksaußen Frankreichs noch rasch nur »Neuen Volksfront« vereinigt. Der unbedarfte Wähler soll nun glauben, er habe einer Partei seine Stimme gegeben. Dem ist aber nicht so; es ist ein Sammelsurium von Kommunisten, Öko-Sozialisten und bekennender Anti-Semiten. Ihr Vortänzer, der bei jeder Gelegenheit gegen Israel hetzende, in Marokko geborene Jean-Luc Mélenchon, ist ein Antisemit der übelsten Sorte und will unbedingt Macron ablösen.
Nur: so einfach wird auch für den Antisemiten Mélenchon die Umsetzung seines Unterfangens nicht. Zwar hat er die Unterstützung der muslimischen Einwanderer und dem arabisch-stämmigen Teils der Bevölkerung, aber so einheitlich, wie es medial zu verkaufen versucht wird, ist die »Neue Volksfront« nicht. Und: für Macron wird es auch nicht einfacher. Hatte er zuvor sich gegen Le Pen zu behaupten versucht, wollen ihn nun Kommunisten und Antisemiten aus dem Amt jagen.
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