Libanon will keine syrischen Flüchtlinge mehr aufnehmen

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Libanon will keine syrischen Flüchtlinge mehr aufnehmen
Datum: 12.05.2022 - 11:23 Uhr

Die vielen Syrer, die in den benachbarten Libanon gekommen sind, haben große Probleme verursacht. Das teilt die libanesische Regierung mit, die nun um internationale Hilfe bei der Heimholung der Syrer bittet. Während der sechsten sogenannten Brüsseler Syrien-Konferenz Anfang dieser Woche zeichnete der libanesische Sozialminister Hector Hajjar ein düsteres Bild der libanesischen Situation.

Wirtschaftlich leeren die syrischen Flüchtlinge die Staatskassen und verursachen Arbeitslosigkeit, indem sie staatlich subventionierte Aktivitäten in großem Umfang nutzen, sagte Hajjar laut L’Orient-Le Jour. Darüber hinaus hat die Präsenz der Syrer im Land laut Hector Hajjar eine »Explosion von Diebstählen und Verbrechen«, einen »demografischen Bevölkerungsaustausch« und eine umfassende Auswanderung hochgebildeter junger Libanesen verursacht. Der Minister wies auch auf die »ökologischen« Folgen der Aufnahme von Flüchtlingen hin.

Die libanesische Regierung fordert internationale Hilfe, um sicherzustellen, dass die Syrer »sofort« in jene Teile ihres Heimatlandes zurückkehren, wo Frieden herrscht. Hilfsgelder sollten laut Hector Hajjar umgeschichtet und für Investitionen in die Infrastruktur in diesen friedlichen Regionen zweckgebunden werden. Die Syrer, die echte Gründe haben, nicht nach Syrien zurückzukehren, sollten stattdessen in »alternative Nationen« kommen dürfen, sagte der Minister. Er forderte auch, dass der Libanon für die Verluste in Höhe von 30 Milliarden Dollar entschädigt wird, die das Land durch die Aufnahme von Flüchtlingen erleidet.

Im linksgrünen Deutschland wäre der Minister sofort vom politischen Establishment und den Staatsmedien als »Nazi« niedergeschrien und niedergeschrieben worden und die Machthaber hätten sofort ihre willfährigen Gehilfen bei den diversen Ermittlungsbehörden auf ihn angesetzt. Zu seinem Glück ist er Araber und kann daher sagen, was er will, ohne gleich diskriminiert zu werden.

Aber man stelle sich einmal vor, ein deutscher Politiker, der nicht einer der Altparteien angehörte, hätte so etwas hierzulande gesagt...

Sven von Storch

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