Letzte Vorbereitungen zum Manöver Steadfast Defender 2024 sind angelaufen
Letzte Vorbereitungen zum Manöver Steadfast Defender 2024 sind angelaufen
Datum: 24.01.2024 - 08:17 Uhr
Russland ist der böse Aggressor, der ein nordeuropäisches NATO-Mitglied hinterrücks überfällt. Das ist gemäß Artikel 5 des Bündnisvertrags der NATO ein sogenannter Bündnisfall, der alle anderen NATO-Mitglieder dazu aufruft, dem überfallenen Land militärischen Beistand zu leisten. Genau dies ist das Szenario von »Steadfast Defender 2024« (standhafte Verteidigung), dem größen Manöver des Militärbündnis der NATO seit dem Ende des Kalten Krieges. Über 90.000 Soldaten aus 31 Nationen, darunter auch aus dem Noch-Nicht-NATO-Mitglied Schweden, nehmen an dieser Kriegsübung teil.
Drei Monate lang werden über 50 Kampfschiffe, darunter eine Flugzeugträger-Kampfgruppe aus Großbritannien mit einem Träger der Queen-Elizabeth-Klasse, über 80 Kampfflugzeugen unterschiedlicher Art und über 1.100 Kampffahrzeugen die Verteidigung des »überfallenen« Landes üben. Gespielt wird der Krieg über den ganzen Nordatlantik hinweg, beginnend von der Ostküste der USA bis hin unmittelbar an die NATO-Ostgrenze, soll heißen, bis direkt an die russische Staatsgrenze.
Auch Pistorius lässt die Bundeswehr an diesem Kriegsspiel teilnehmen. 10.000 Soldaten will er abstellen lassen. Von Mitte Mai an sollen Teile der 10. Panzerdivision im Zuge der Übung nach Litauen verlegt werden, um dort den »russischen Angriff« abzuwehren. Pistorius plant ohnehin eine dauerhafte Verlegung einer Kampfbrigade (Größe etwa 5.000 Mann) der Bundeswehr nach Litauen.
Wie Russland auf dieses Manöver unmittelbar an seinen Landesgrenzen reagiert, ist bis dato nur insoweit bekannt, dass ein Sprecher des Kreml diese Aktion als als »unwiderrufliche Rückkehr in die Schemata des Kalten Krieges« bezeichnet.
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