Letzte Selenskij-Stellung südlich des Dnjepr kurz vor dem Fall

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Letzte Selenskij-Stellung südlich des Dnjepr kurz vor dem Fall
Datum: 15.04.2024 - 11:01 Uhr

Strategisch ist Krynky, ein Dörfchen mit (vor dem 2014 ausgebrochenen Krieg im Donbas) nicht einmal 1.000 Einwohnern, vollkommen unbedeutend. Für die Selenskij-Propaganda aber ist es von enormer Bedeutung, denn Krynky ist der letzte Ort südlich des Dnjepr, den seine Soldaten noch halten können. Allerdings ist es offensichtlich nur eine Frage der Zeit, bis auch dieses Zwischenspiel ein Ende haben wird. Seit nunmehr 72 Stunden stehen die Selenskij-Soldaten unter Dauerbeschuss der vorrückenden russischen Verbände und die Nachschublinie, die die Frontsoldaten bisher über den Fluss mit Munition und Verpflegung versorgt haben, ist in der Zwischenzeit unterbrochen. Russische Feldartillerie ist so nahe an den Fluss herangerückt, dass sie sogar das nördliche Ufer des Dnjepr unter Feuer nehmen können. Von dort wurde bisher der Nachschub mit kleinen Booten über den Fluss übergesetzt. Das ist nun vorbei.

Im vergangenen Oktober hatten zwei Einheiten von Selenskijs Marine-Soldaten überraschend Krynky besetzt und halten seitdem das Dorf. Bisher waren die Einsätze der russischen Verbände beim Vormarsch auf Krynky als eher halbherzig zu betrachten. Eine Einheit russischer Fallschirmspringer versuchte Ende des vergangenen Jahres einen Angriff, konnte sich aber nicht entscheidend durchsetzen. Durchbruchsversuche der Selenskij-Soldaten in nordöstlicher und südwestlicher Richtung entlang des Dnjepr blieben ebenfalls ohne Erfolg. Seitdem galt eine Art Patt zwischen den beiden Armeen rund um Krynky. Bis jetzt.

Die russische Luftwaffe hat zeitgleich mit der Bodenoffensive gegen Krynky massive Luftschläge auf die Bereitstellungsräume der Selenskij-Armee und die Versorgungspunkte entlang des Dnjepr unmittelbar Krynky gegenüberliegend durchgeführt. Somit sind Selenskijs Soldaten südlich des Dnjepr komplett abgeschnitten. Ihr Problem: sie können nirgendwo hin. Eine Brücke zur Nordseite gibt es nicht, entlang des Dnjepr gibt es kein Durchkommen und durch die Sumpfgebiete kommen sie derzeit auch nicht.

Sven von Storch

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