Leck in Öl-Pipeline Druschba entdeckt
Leck in Öl-Pipeline Druschba entdeckt
Datum: 12.10.2022 - 10:17 Uhr
Die Ölpipeline »Druschba« (russisch für Freundschaft) beginnt in Sibirien und führt bis tief nach Mitteleuropa. In Weißrussland teilt sich die Pipeline in einen nördlichen Strang, der über Polen bis nach Deutschland führt, und einen südlichen Strang, der die Ukraine, die Slowakei, Tschechien und Ungarn versorgt. Betreiber ist das russische Unternehmen Transneft, das mit Unternehmen in den Anrainerstaaten Verträge über Wartungs- und Reparaturarbeiten abgeschlossen hat. In Polen ist dafür die Firma PERN zuständig und die hat jetzt ausgerechnet im Nordstrang unweit der Stadt Plock (etwa 40 Kilometer nordwestlich von Warschau) ein Leck entdeckt.
Der Grund für das Leck sei eine »unbeabsichtige Beschädigung«, sagt ein Sprecher von PERN, geht aber nicht näher auf den Schaden ein. Man wisse nicht, wie lange die Reparaturarbeiten andauern werden. Bis nach Polen aber würde weiterhin Öl über die Pipeline fließen.
Der Südstrang ist von diesem Leck ohnehin nicht betroffen, dort fließt das Öl in vereinbarten Mengen, sagen einheitlich Sprecher der Wartungsfirmen in Tschechien, der Slowakei und Ungarn. Aus der Ukraine ist keine Stellungnahme bekannt. Dort möchte man wohl nicht zugeben, dass man auf Öllieferungen des »bösen Russen« angewiesen ist, damit die eigene (Kriegs-)Wirtschaft funktionstüchtig bleibt.
Die Berliner Ampel will ab dem kommenden Jahr eigenen Angaben zufolge kein russisches Öl mehr nutzen - so wie man ja auch kein russisches Gas mehr nutzen will. Wie praktisch, dass es da die Anschläge auf Nord Stream 1 und Nord Stream 2 gab und wie überaus praktisch, dass »Druschba« jetzt ein Leck aufweist.
Ein Schelm, der Arges dabei denkt...
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