Landtagswahl Brandenburg
Landtagswahl Brandenburg
Datum: 02.09.2019 - 09:25 Uhr
Bei der Wahl in Brandenburg ist die Einteilung und Sieger und Verlierer so einfach wie sonst selten. Klare Verlierer sind die SPD (26,2 Prozent ist das schlechteste Ergebnis der Partei in Brandenburg und ein weiteres Minus von 5,7 Prozent gegenüber der Wahl 2014), die CDU (nur 15,6 Prozent Stimmenanteil ist ein Minus von 7,4 Prozent gegenüber 2014 und ein einziges Desaster) sowie die Postkommunisten (gerade einmal 10,7 Prozent bedeutet ein Minus von 7,9 Prozent gegenüber 2014). Die bisherige rot-rote Landesregierung hat zusammen 13,6 Prozent Stimmenanteil verloren und kann nicht mehr weiterregieren.
Ein Verlierer ist auch die Lindner-Partei FDP. Der Stimmenzuwachs von 2,6 Prozent reicht nicht, um die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen. Mit 4,1 Prozent heißt es für Axel Graf Bülow, Linda Teuteberg und Co., dass sie das Schloss in Potsdam nur als Besucher betreten dürfen.
Klare Sieger sind die Demokratie (die Wahlbeteiligung stieg von 47,9 auf 61,3 Prozent), die Freien Wähler/BVB (sie schaffen mit exakt 5,0-Prozent den Sprung ins Parlament) und ganz klar die AfD. Der Stimmenzuwachs von 12,2 Prozent (2014) auf 23,5 Prozent ist fast eine Verdoppelung der Stimmenanzahl und bedeutet im Parlament ein Zuwachs der Sitze von 11 auf jetzt 23.
Überhang- und Ausgleichsmandate wird es nach aktuellem Stand nicht geben, da die Zahl der von den Parteien gewonnenen Direktmandaten in den insgesamt 44 Wahlkreisen deutlich unterhalb der Zahl der per Zweistimmen zustehenden Sitze ist. Der neue Landtag wird sich also wie folgt zusammensetzen:
SPD 25 Sitze (26,2 Prozent)
AfD 23 Sitze (23,5 Prozent)
CDU 15 Sitze (15,6 Prozent)
Grüne 10 Sitze (10,8 Prozent)
Postkommunisten 10 Sitze (10,7 Prozent)
BVB/FW 5 Sitze (5,0 Prozent)
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