Landesbischof Dröge eiert wieder auf politischem Parkett herum
Landesbischof Dröge eiert wieder auf politischem Parkett herum
Datum: 26.05.2017 - 07:44 Uhr
Vor fast 70 Jahren wurde der Evangelische Kirchentag als Laien- oder Graswurzelbewegung ins Leben gerufen. Jenseits der Veranstaltungen der evangelischen Amtskirche sollten sich die Christen in Deutschland zusammenfinden, um nach dem Glauben zu fragen und sie im Glauben zu stärken. Die Menschen sollten sowohl zur Verantwortung in der Kirche ermutigt wie auch zu Zeugnis und Dienst in der Welt befähigt werden und sollten zur Gemeinschaft der weltweiten Christenheit beitragen. Nachzulesen in der »Ordnung des Deutschen Evangelischen Kirchentags«. Gerade in diesem Jahr, dem sogenannten »Lutherjahr«, sind diese Themen aktueller denn je. Denn obwohl die evangelische Amtskirche originär mit ganz anderen Aufgaben betreut ist, können einige ihrer Würdenträger es einfach nicht unterlassen, sich auf die extrem glatte politische Bühne zu bewegen.
Das Paradebeispiel in der evangelischen Amtskirche ist der Berliner Landesbischof Dröge, der für einige Disharmonien sorgte. In einer Podiumsdiskussion gab er sich dermaßen gönnerhaft, als sei die Ausrichtung der Veranstaltung alleine ihm und seiner Landeskirche zu verdanken. Dass er dann auch noch seine ganz eigene Auslegung der Bibel als für alle Menschen quasi verbindlich erklärte, war die Krönung der Frechheit. Er spräche den Mitglieder der AfD ein »glaubwürdiges Christsein« ab. Gerade Dröge, der wie einige andere Kirchenfürsten auch nach wie vor unbeirrt daran festhält, dass Deutschland denjenigen Tür und Tor offen halten müsse, die das Christentum vernichten wollen.
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