Kurden rufen syrische Armee zu Hilfe
Kurden rufen syrische Armee zu Hilfe
Datum: 26.01.2018 - 08:35 Uhr
Der Kampf gegen das Terrornetzwerk IS/DAESH in Syrien ist weitestgehend beendet. Das hatte der syrische Regierungschef Assad bereits vor einigen Wochen kundgetan und seine Landsleute aufgerufen, nach Syrien zurückzukehren. Das Land brauche jede helfende Hand, damit der Wiederaufbau gelingen kann, hatte Assad in seinem Aufruf betont. Aktuelle Bilder aus den einst schwer umkämpften Gebieten zeigen eine erfreuliche Normalität im täglichen Leben. Allerdings wird der angedachte Wiederaufbau des Landes durch den völkerrechtswidrigen Einmarsch türkischer Truppen im Nordwesten des Landes erschwert.
Unter der nachweislich vorgeschobenen Begründung (auf neudeutsch: Fake-News), er führe einen Kampf gegen Terroristen, schickt der türkische Alleinherrscher Erdogan seine Schergen in kurdische Siedlungsgebiete in Syrien. Dort beschießen die türkischen Aggressoren Zivilgebäude und töten dabei Zivilisten. Die angeblichen ausgebauten Stellungen der YPG, so wie es Erdogan runterleiert, gibt es in der Region gar nicht.
Die regionale Verwaltung der Provinz im nordsyrischen Bezirk Afrin hat jetzt auf den Einmarsch reagiert und um militärische Hilfe beim syrischen Staatspräsidenten Assad nachgesucht. Der von Erdogan befohlene Überfall sei ein Angriffskrieg, dem jede Rechtfertigung fehle. Der syrische Staat und die syrische Armee müsse nun ihren Verpflichtungen zum Schutz des syrischen Territoriums nachkommen und die Eindringlinge bekämpfen.
Erdogan hingegen zeigt sich, wie schon so oft, vollkommen beratungsresistent. Er werde seinen Feldzug in Syrien fortsetzen, bis »ein Ergebnis« erzielt ist, sagte er bei einem Truppenbesuch im Kampfgebiet. Die Region um Afrin solle »von Terroristen bereinigt« werden, so Erdogan.
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