Kunstaktion des ZPS ein grandioser Reinfall
Kunstaktion des ZPS ein grandioser Reinfall
Datum: 05.12.2019 - 10:06 Uhr
Da hatte man sich von der linken Truppe des Zentrums für politische Schönheit (ZPS) wohl eine ganz andere öffentliche Resonanz erhofft. Man hatte unweit des Reichstags eine Stele errichtet, die nach eigenen Angaben die Asche von ermordeten Juden beinhaltete. Diese sowohl pietät- wie auch geschmacklose Verunglimpfung Toter brachte rief unter anderem hatte den Zentralrat der Juden auf den Plan. Der kritisierte die mögliche Störung der Totenruhe scharf. Auch die Deutsch-Israelische Gesellschaft sparte nicht an klaren Worten. Dessen Präsident Uwe Becker nannte die Aktion »völlig geschmacklos« und forderte den sofortigen Abbau; ein Ansinnen, dem sich die Bundesregierung inhaltlich voll anschloss.
Man achte zwar die Kunstfreiheit, so eine Sprecherin. Sollte es sich jedoch aber bewahrheiten, dass sich in der vor dem Reichstag aufgestellten Gedenksäule Asche von Holocaust-Opfern aus Auschwitz befinde, so wäre das »pietlos und geschichtsvergessen«.
Auch der Vizepräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, Christoph Heubner, prangerte die Aktion des ZPS an: »Auschwitz-Überlebende sind bestürzt darüber, dass mit diesem Mahnmal ihre Empfindungen und die ewige Totenruhe ihrer ermordeten Angehörigen verletzt werden.«
Seitens des ZPS versucht man nun verzweifelt zurückzurudern und bittet kleinlaut um Entschuldigung. Man habe Fehler gemacht, hieß es aus den Reihen der linken »Künstler«. Man wollte »die religiösen und ethischen Gefühle von Überlebenden und Nachkommen der Getöteten« nicht verletzen. Eine ergänzend zu der misslungenen Aktion aktivierte Internetseite wurde abgeschaltet, die Säule soll verhüllt werden und eine für Samstag geplante öffentliche Veranstaltung wurde abgesagt.
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