Kundgebung gegen Antisemitismus musste abgebrochen werden

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Kundgebung gegen Antisemitismus musste abgebrochen werden
Datum: 26.04.2018 - 09:02 Uhr

Ausschlaggebend für die Vielzahl der gestrigen Demonstrationen war der vor einigen Tagen erfolgte Angriff eines angeblich 19-jährigen Syrers, der mit seiner Gürtelschnalle mehrfach auf zwei junge Kippa-Träger in Berlin eingedroschen hatte. Selbst bei denen, die im September 2015 maßgeblich für den Wegfall der Personenkontrollen an den deutschen Grenzen verantwortlich waren und so erst den Import der islamischen Judenfeindlichkeit ermöglicht haben, schrillten daraufhin die Alarmglocken. Allerdings brachten sie bisher nicht mehr als ein paar Lippenbekenntnisse ob dieser Vorfälle zustande.

Vielen engagierten Bürgern und anderen Parteien, zum Beispiel der AfD, waren und sind derlei leeren Worte viel zu wenig. Neben zahlreichen Bürgergruppen und jüdischen Glaubensgemeinschaften hat vor allem die AfD in Berlin zur Teilnahme an den gestrigen Demonstrationen und der Aktion »Berlin trägt Kippa!« aufgerufen gehabt. Entsprechend rege war auch die Beteiligung an den einzelnen Kundgebungen.

Weniger erfreulich verlief eine kleine Kundgebung im Berlin-Neukölln, die bereits nach 15 Minuten von den Veranstaltern abgebrochen wurde. In Neukölln ist der Anteil der Anhänger der selbsternannten »Religion des Friedens« bekanntermaßen relativ hoch. Die dort lebenden Muslims zeigten einmal mehr ihr ganz eigenes Verständnis von Frieden und Toleranz gegenüber dem Judentum: einem Teilnehmer wurde eine mitgebrachte Israelflagge von einem jungen Araber entrissen. Zudem hagelte es aus den Reihen der Anwohner übelste Beleidigungen (»Terroristen«, »Verbrecher« und so weiter) wie auch unappetitliche Aktionen.

Sven von Storch

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