Kubicki fordert Öffnung von Nordstream 2
Kubicki fordert Öffnung von Nordstream 2
Datum: 22.08.2022 - 10:01 Uhr
Die Lösung der Energiekrise in Deutschland liegt auf der Hand: die Öffnung der Gaspipeline Nordstream 2. Der Bau wurde vom damaligen Merkel-Kabinett beschlossen, die Pipeline steht (oder besser: liegt) einsatzbereit zwischen Russland und Deutschland, es müssten nur noch die Regler geöffnet werden. Doch die Berliner Ampel verweigert sich weiter vehement dieser Lösung. Jeder, der sich für die Öffnung von Nordstream 2 ausspricht, wird sofort massiv attackiert, diskreditiert, diskriminiert und sogar kriminalisiert. Der Tonfall erinnert stark an die Hexenverfolgung aus dem finsteren Mittelalter.
Da wird nicht einmal vor Parteikollegen Halt gemacht, wie jetzt Kubicki von der FDP am eigenen Leib erfahren konnte. Der hatte sich nämlich ebenfalls für die Öffnung von Nordstream 2 ausgesprochen, doch seine Worte waren noch nicht einmal richtig verhallt, als man über ihn herfiel.
»Wir sollten Nord Stream 2 jetzt schleunigst öffnen, um unsere Gasspeicher für den Winter zu füllen«, hatte Kubicki dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) gesagt. Es gebe »keinen vernünftigen Grund, Nord Stream 2 nicht zu öffnen.«
Mit diesen Worten hatte Kubicki in ein politisches Wespennest gestochen und sofort schwärmten die verärgerten »Liberalen« wie angestochen aus und stachen verbal um sich. Eine Öffnung von Nordstream 2 sei »völlig abwegig« und »stünde nicht zur Debatte«, hieß es. Es sei ein »falsches Signal« und zerstöre die »Selbstachtung«, hieß es von anderer Stelle. Würde Nordstream 2 in Betrieb genommen, wäre das ein »Debakel«, so ein dritter FDP-Mann und die Jungen Liberalen schwafeln gar von einer »skurrilen Forderung«.
Die Kritik an Kubicki geht so weit, dass sogar Rücktrittsforderungen gegen ihn laut werden. Würde er nicht freiwillig gehen, so müsste man ihn von seinem Posten als FDP-Vize abberufen, heißt es aus dem Kreis der Kritiker.
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