Krude Thesen beim SPD-Casting
Krude Thesen beim SPD-Casting
Datum: 06.09.2019 - 13:24 Uhr
Die erste Folge der SPD-Casting-Show »Partei sucht Vorsitz« ist abgedreht und ging nicht ohne Pannen über die Bühne. Der Moderator hatte mitunter erhebliche Schwierigkeiten, die Kandiaten bei ihrem richtigen Namen zu nennen. Aus Norbert Walter-Borjans wurde mal Walter-Norbert Borjans, dann Walter Norbert-Borjans oder einfach auch nur Walter. Dem Kandidaten wurde das irgendwann selbst zu viel und er antwortete leicht genervt, er heiße Norbert.
Die meisten Kandidaten blieben in ihren Aussagen überwiegend konturlos, vermutlich um sich ihre Chancen nicht am ersten Abend komplett zu verbauen. Der Knackpunkt »Große Koalition« wurde von allen weitestgehend umschifft; wohl wissend, dass sich hier die Geister der Parteimitglieder scheiden.
Dennoch gab es einige Aufregung um ein paar sehr gewagte Thesen. Eine dieser Thesen wurde von Dierk Hirschel unterbreitet. Der Gewerkschafter ist der Ansicht, dass in Deutschland die »100-Euro-Scheine auf der Straße liegen«. Und weiter: »Olaf (Olaf Scholz, Bundesfinanzminister) müsste sich einfach nur bücken, um die 100-Euro-Scheine aufzuheben.«
Noch kruder und weltfremder ist allerdings die steile These von Ralf Stegner, in sozialen Netzwerken als Pöbel-Ralle bekannt. Der behauptet nämlich steif und fest, »die meisten Menschen haben kein Problem, dass ihre Gemeinde islamisiert wird.« Dass er da Unsinn geredet hat, ist ihm wohl erst nach der ersten Casting-Runde aufgefallen. Da relativierte Stegner nämlich seine Aussage: »Das Hauptproblem der Menschen besteht nicht darin, dass ihre Gemeinde islamisiert werden könnte.«
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