Kretschmann bricht die Unterstützung weg

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Kretschmann bricht die Unterstützung weg
Datum: 03.03.2021 - 09:17 Uhr

Am 14. März wird in Baden-Württemberg der Landtag neu gewählt. Ministerpräsident Kretschmann will gerne im Amt bleiben, seine Partei (Grüne) schwächelt aber seit Wochen und Monaten auf ganzer Linie. Im September 2019 stand die Kretschmann-Partei in Umfragen noch bei 38 Prozent und hatte einen satten Vorsprung von zwölf Prozent auf den Regierungspartner CDU. Doch ein Kretschmann in Ba-Wü alleine reicht nicht aus, um all den Unfug, den die anderen Grünen-Politiker auf sämtlichen Ebenen verzapfen, wieder hinzubiegen. Im Land der Häusle-Bauer kam insbesondere die norddeutsche grüne Hetze gegen Eigenheime ganz besonders schlecht an. Ergo wird Kretschmann in Umfragen derzeit mit 30 Prozent traxiert. Kleine Randbemerkung: mit einem anderen Politiker an der Spitze als Kretschmann stünden die Grünen wesentlich schlechter dar.

Der CDU fehlt ein solches Aushängeschild mit dem Charisma eines Kretschmann. Ihre Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann ist im Land selbst bestenfalls hinreichend bekannt. Sie wurde Kultusministerin im derzeitigen Kretschmann-Kabinett, ohne jedoch ein Landtagsmandat erlangt zu haben. Ihre Partei profitiert aktuell von einem medialen Hype Merkels, die man seitens der Mainstreammedien offenbar zur Retterin des Abendlandes hochstilisieren will - obwohl Merkel für das hier im Land bestehende Chaos die Hauptverantwortung trägt. Ob es für die CDU reicht (derzeit in Umfragen ebenfalls bei 30 Prozent), sich an die Spitze zu setzen, ist eine der großen Fragen des Wahltags.

Eine weitere Frage wird sein, ob die SPD es schafft, ein zweistelliges Ergebnis zu erzielen. Derzeit erreicht die Partei von Esken, Walter-Borjans und dem Enteignungs-Utopisten Kühnert gerade noch die Zehn-Prozent-Marke. Aber Verzichts-Appelle einer Saskia Esken (die selbst weit über 20.000 Euro im Monat einsackt) kommen im Südwesten der Republik, wo Armut nicht unbedingt eines der größten Problem darstellt, überhaupt nicht gut an.

Die AfD wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit besser abschneiden als die SPD und sogar die Ein-Mann-Partei des Christian Lindner, auch als FDP bekannt, steht in Umfragen derzeit besser als die SPD und wird daher ebenfalls sicher in den Landtag in Stuttgart einziehen. Weil Armut und soziale Ungerechtigkeit nicht unbedingt die Schwerpunktthemen im Ländle sind, kann dort auch die mehrfach umbenannte SED, die seit einiger Zeit als »Die Linke« antritt, nicht punkten und wird den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde nicht nehmen. Für Beobachter und Experten ist das - vor allem im Hinblick auf die beiden neuen Vorsitzenden (Wissler aus der kommunistischen Gruppe Marx21 und die Blumenwerferin Hennig-Wellsow) - kein wirklicher Verlust an Demokratie.

Sven von Storch

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