Kontrolle an Treffpunkten islamischer Gruppen soll in Italien verstärkt werden
Kontrolle an Treffpunkten islamischer Gruppen soll in Italien verstärkt werden
Datum: 24.04.2019 - 10:50 Uhr
Am gestrigen Dienstag kam es in Rom unweit des Bahnhofs zu einem Streit zwischen zwei Migranten, einem Marokkaner und einem Georgier. Im Verlauf dieses Streits zückte der Nordafrikaner ein Messer und stach den Georgier, der ein goldenes Christenkreuz an einer Kette trug, nieder. Noch ist unklar, ob dieses Kreuz der Auslöser des Streites war oder ob es sich hierbei lediglich um einen Nebeneffekt der Auseinandersetzung handelt.
Für Innenminister Matteo Salvini war dieser erneuter Messerangriff Anlass, seine neuen Pläne für mehr Sicherheit im Land vorzustellen. So sollen zukünftig alle bekannten Treffpunkte islamischer Gruppen in Italien stärker überwacht und kontrolliert werden. Mit den Kontrollen an den »Sammelpunkten islamischer Bürger», so Salvini, wolle er jeder Art von Gewalt gegen »unschuldige Bürger vorbeugen«.
Ähnlich wie in Deutschland hat die Zahl der Messerangriffe seit September 2015 dramatisch zugenommen. Allerdings ist in Italien diese Form der Auseinandersetzung traditionell deutlich stärker bekannt als in Deutschland, sodass dort die Toleranzschwelle höher anzusiedeln ist als hierzulande. Doch selbst im Land der Mafia, der Cosa Nostra und la familia scheint diese Toleranzschwelle überschritten worden zu sein. Anders als in Deutschland will der Innenminister konsequent gegen diese Messerattacken vorgehen und leitet die entsprechenden Schritte ein. Sein deutscher Kollege hingehend ist noch darum bemüht, die Messerattacken zu negieren, verschweigen oder relativieren.
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