Kommt die Wagenknecht-Partei oder kommt sie nicht_
Kommt die Wagenknecht-Partei oder kommt sie nicht_
Datum: 11.09.2023 - 10:33 Uhr
Sarah Wagenknecht spaltet nicht nur die politischen Linksaußen und die Meinung über sich selbst, sondern nun auch noch die Berichterstattung. Während man bei der Springer-Presse zu wissen glaubt, dass Wagenknecht ihre eigene Partei gründet und dies sogar als angeblich »beschlossen« verkündet, vermeldet das ZDF, dass die Entscheidung zu diesem Thema bis zum Jahresende erfolgen wird. Beschlossen sei noch gar nichts, kommt Wagenkencht in dem ZDF-Beitrag selbst zu Wort.
Klar ist: an Sahra Wagenknecht scheiden sich die Geister; auch und sogar insbesondere innerhalb der mehrfach umbenannten SED. Für die politischen Linksaußen gehen die Umfragewerte immer weiter in den Keller. Selbst in den einstigen Hochburgen bröckelt der Rückhalt und die beiden kommenden Landtagswahlen (Bayern und Hessen) dürften zum Debakel werden.
Wagenknecht-Kritiker machen es sich sehr einfach und suchen alle Schuld bei der zugegebenermaßen im Umgang und bei ihren politischen Positionierungen nicht immer ganz einfachen Mitt-Fünfzigerin. Vor allem ihre gemeinsam mit Alice Schwarzer initiierte Friedensinitiative kam bei einigen Genossen ganz und gar nicht gut an. Auch sonst verlässt Wagenknecht gerne einmal die von der Parteiführung ausgegebene Leitlinie und spricht so, wie ihr der Schnabel gewachsen ist.
Vor allem der von der Führung verordnete Kurswechsel, weg von den Intressen der Geringverdiener und einfachen Menschen, wurde und wird von Wagenknecht immer wieder schart attackiert. Man habe sich politisch angebiedert, um mitregieren zu können. Dabei habe man die Interessen der Kernklientel verraten und verkauft.
Ob und wann es eine »Wagenknecht-Partei« geben wird, ist momentan völlig offen. Für Spannung jedenfalls ist gesorgt.
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